Nicht nur aufgrund der Pandemie ist eine umfangreiche Raumdesinfektion wichtig, sondern auch andere krankheitserregende Bakterien und Viren können sich in Innenräumen ausbreiten und eine Gefahr für die eigene Gesundheit darstellen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Ansteckung, die schwere Folgen nach sich ziehen kann. Von daher ist eine umfassende Raumdesinfektion essenziell, um Bewohner vor „unsichtbaren“ Gefahren zu schützen und das Infektionsrisiko, um ein Vielfaches zu senken.

Warum reicht einfaches Abwischen nicht aus?

Innenräume werden meist immer auf dieselbe Art gereinigt. Zunächst wird der Staub mit einem trockenen Tuch oder einem Staubwedel entfernt und anschließend wird noch einmal mit einem feuchten Tuch nachgewischt. Die Böden werden hingegen mit einem Staubsauger oder feuchten Wischer gereinigt. Rein optisch ist der Raum wieder auf Vordermann, doch Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger hat man dadurch nicht entfernt. Der Grund ist, dass solche Erreger überraschend widerstandsfähig sind. In erster Linie lieben sie feuchte Umgebungen. Die Feuchtigkeit ist die perfekte Lebensgrundlage, sodass sich die Erreger sogar noch vermehren, wenn feucht gewischt wurde. Gleichermaßen spielt aber auch die Temperatur eine Rolle. Meist wischt man seine Möbel mit lauwarmem Wasser ab. Die leichte Wärme tötet die Keime nicht ab, sondern Feuchtigkeit gemeinsam mit Wärme ist die ideale Lebensbedingung. Zwar hat man jetzt oberflächliche Verschmutzungen, wie Staub, entfernt, doch alle Krankheitserreger sind weiterhin auf den Oberflächen vorhanden und vermehren sich jetzt sogar noch.

Aber auch ein Staubsauger ist eine große Gefahr, denn man entfernt zwar groben Schmutz, wirbelt dabei aber Schmutzpartikel auf. Darunter befinden sich ebenso Keime, Bakterien und Viren. Sie werden also nur teilweise aufgesaugt, doch der Rest fliegt durch die Luft und verteilt sich im ganzen Raum. Spannend ist der Einsatz von Reinigungsmitteln. Zum Teil können diese die Krankheitserreger beseitigen oder inaktivieren, doch wiederum andere interessieren die Keime überhaupt nicht. Wie bereits erwähnt, sind Keime sehr widerstandsfähig. Genau aus den hier genannten Gründen ist es also nicht möglich, dass man sein Heim allein mit den üblichen Putzmitteln säubert. Man benötigt spezielle Reinigungsmittel, die auf die Desinfektion von Flächen ausgelegt sind.

Achtung: Putzwasser stellt eine große Gefahr dar, denn Erreger bleiben an Schwämmen und Tüchern haften. Sie werden jetzt im Wasser verteilt und bei jedem erneuten Einsatz des Reinigungswassers verbreiten sie sich. War vorher nur ein Raum „kontaminiert“, könnten es anschließend alle Räume sein.

Welches Desinfektionsmittel eignet sich?

Im Handel gibt es eine große Auswahl an Desinfektionsmitteln, jedoch sollte nicht irgendein Angebot gekauft werden. In erster Linie nutzt man nur Produkte, welche auf die Flächendesinfektion ausgelegt sind. Der Grund ist, dass andere Desinfektionsmittel zu Schäden bei den Materialien, wie Holz oder Kunststoff, führen könnten. Desinfektionsmittel zur Flächenbehandlung sind aber auf diese Materialien ausgelegt. Ansonsten trifft man im Handel auf sogenannte antibakterielle Desinfektionsmittel. Jedoch sollte man vorsichtig sein, denn jene wirken nur gegen Bakterien. Viren oder andere Keime werden nicht entfernt. Das ist vor allem während der Pandemie eine große Gefahr, denn es handelt sich um SARS-CoV2-Viren, die durch antibakterielles Desinfektionsmittel nicht entfernt werden. Besser ist, wenn man sich für ein Produkt mit der Bezeichnung „begrenzt viruzid PLUS“ entscheidet. Es wirkt gegen Keime, Bakterien und Viren.

So desinfiziert man richtig

Der erste Schritt bei der Desinfektion ist, dass man sich Handschuhe anzieht. Immerhin könnten die chemischen Mittel die Haut angreifen und somit zu Allergien, Reizungen oder sogar Verätzungen führen. Wichtig: Es werden lange Putzhandschuhe empfohlen, um das Hineinlaufen von oben zu vermeiden. Jedoch sollte man Handschuhe aus Vinyl, Naturkautschuk oder Naturkautschuklatex vermeiden, denn viele Desinfektionsmittel greifen das Material an und machen es langsam porös. Das Desinfektionsmittel sollte am besten in einer Sprühflasche vorliegen. Ansonsten benötigt man noch eine Box mit Einmal-Wischtüchern. Im Idealfall sollte die Box nur ein kleines Loch zum Entnehmen bieten, damit sich die Keime nicht direkt auf den Tüchern absetzen können. Anschließend tränkt man das Wischtuch in ausreichend Flüssigkeit und wischt damit über die gewünschte Fläche.

Achtung: Viele Menschen machen den Fehler und sprühen das Desinfektionsmittel direkt auf die zu behandelnde Fläche. Jetzt ist die Rede vom sogenannten nebelfeuchten Wischen, doch dadurch ist keine effektive Desinfektion möglich. Lieber tränkt man das Tuch komplett in Desinfektionsmittel und wischt damit die Fläche. Nach dem Wischen lässt man die Fläche vollständig trocknen. Dadurch ist die Desinfektion abgeschlossen. Das benutzte Tuch entsorgt man hingegen direkt und legt es auf keinen Fall irgendwo ab.

Die Reinigung einem Fachmann überlassen

Im eigenen Heim ist die Desinfektion zwar zeitaufwendig, doch sie kann in die regelmäßige Putzroutine integriert werden. In Unternehmen, Büros und Firmen ist es etwas komplizierter. Meist liegen viele unterschiedliche und große Räume vor, welche passend gereinigt und desinfiziert werden müssen. Diese Aufgabe der anschließenden Putzkolonne zu überlassen, ist der falsche Weg. Es gibt spezielle Unternehmen, welche sich um die Raumdesinfektion in Stuttgart, Hamburg, Berlin oder einer anderen Großstadt kümmern. Deren großer Vorteil ist, dass sie wesentlich modernere und hochwertigere Geräte besitzen, um die Desinfektion schnell abzuschließen.


Dabei sollte man gerade in Unternehmen, Büros und Firmen nicht auf eine passende Desinfektion verzichten, denn hier halten sich viele Personen aus. Nicht nur die eigentlichen Mitarbeiter, sondern auch Besucher, Kunden oder Lieferanten. Es herrscht also ein reges Kommen und Gehen, sodass leicht krankheitserregende Bakterien und Viren zurückbleiben. Von daher sollten solche Räumlichkeiten täglich desinfiziert werden, um irgendwelche späteren Probleme zu umgehen.

Welche Fehler sollten bei der Flächendesinfektion vermieden werden?

Es gibt viele Fehler, die man bei der Flächendesinfektion machen kann. Im Vordergrund steht, dass man kein Desinfektionsmittel verwenden darf, wo man mit einem Lappen oder Tuch andauernd hineintaucht. Immerhin bleiben an den Putzutensilien verschiedene Erreger haften, welche sich anschließend in der Lösung sammeln. Dadurch können sich jene nicht nur vermehren, sondern auch eine Resistenz gegenüber dem Mittel aufbauen. Außerdem könnte man Keime auf Flächen übertragen, die man eigentlich desinfizieren wollte.

Natürlich spricht nichts dagegen, dass man viele wiederverwendbare Tücher nutzt. Das tut sogar der Umwelt gut, doch es sollte sich um Tücher handeln, welche bei mindestens 60 Grad gewaschen werden können. Dadurch werden Erregerreste abgetötet und entfernt. Außerdem eignen sich nicht alle Flächendesinfektionsmittel für jede Oberfläche. In Ausnahmefällen kann das Desinfektionsmittel das Material angreifen und zerstören. Von daher sollte man vorher genau prüfen, für welche Flächen das Mittel geeignet ist.

Das Fazit

Die Raumdesinfektion ist essenziell, wenn man sich gegen Viren, Bakterien sowie Keime schützen möchte. Dabei ist es wichtig, dass man das richtige Desinfektionsmittel verwendet und gleichzeitig korrekt vorgeht. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man die Erreger verteilt und die gesamte Situation damit verschlimmert. Grundsätzlich ist eine Desinfektion aber relativ simpel und benötigt pro Raum nicht mehr als zehn Minuten. Etwas anders sieht es in Unternehmen aus. Jetzt sollte ein Fachmann zum Einsatz kommen, welcher garantiert, dass eine schnelle und zuverlässige Desinfektion stattfindet.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Von Frank