Sebastian Wenzel
Seit 2002: Chefredakteur von wortwende.de
Seit 2002: Stipendiat der Journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad Adenauer-Stiftung
Seit 2001: Student der Politik-, Wirtschaftspolitik- und Kommunikations-Wissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
März 2003: Praktikum bei der Financial Times Deutschland
1999-2001: Volontariat bei der Celleschen Zeitung
1998-1999: Zivildienst, Essen
1989-1998: Gymnasium am Schloss, Saarbrücken
1978: Geburtsjahr
Sebastian Wenzel ist zusammen mit Bernd Brackmann Chefredakteur
des Internet-Magazins wortwende.de
Sagmal.de:
Sebastian, digital, medial oder real, das ist hier die Frage?
Was bedeuten diese drei Navigationspunkte bei Wortwende?
Sebastian Wenzel: In der Rubrik "digital" stehen Artikel über Netzwelten und Technikterror.
Zum Beispiel über
verrückte Startrek Fans, den
Internet-Adler
des Bundeskanzlers und eine Ideen-Suchmaschine.
In der Rubrik "medial" schreiben wir Artikel über Medienmacher und
Mediennutzer. Wir sprachen unter anderem mit
Herlinde Koelbl, blickten hinter die Kulissen von
Explosiv und
kritisieren die
Superstar-Kritik.
In der Rubrik "real" berichten wir über Gesellschaften und Individuen. Wir
versuchen die Frage zu klären, ob es für den Irak-Krieg eine
völkerrechtliche Grundlage gibt, stürzten uns mit dem
Fallschirm aus 4000 Metern Höhe und beobachteten eine
Gebärdensprachdolmetscherin an der Uni, die Wörter wie "Ekzeme" und "Distale Onycholyse" mit ihren Händen erklärt.
Sagmal.de:
Wie kam es zu Wortwende und wer steht hinter dem Ganzen?
Sebastian Wenzel:
Im Internet existieren zahlreiche Magazine. Die meisten davon unterhalten
ihre Leser und/oder drucken kurze Nachrichtenagentur-Meldungen. Um dazu ein
Gegengewicht zu bilden und die Meinungsvielfalt zu bereichern, entschlossen
wir uns im Sommer 2002 wortwende.de zu gründen.
Hinter wortwende.de stehen engagierte Jungjournalisten sowie das
Unternehmen
netbeyond. Die Jungjournalisten schreiben Kommentare, Portraits und Berichte, in denen sie das Leben kritisieren, bewundern und kommentieren. netbeyond stellt die Infrastruktur hinter den
Kulissen zur Verfügung, dies beinhaltet das von netbeyond für wortwende entwickelte Redaktionssystem sowie das Hosting von wortwende.de. Darüber hinaus stammt das Design der wortwende-Seiten von netbeyond.
Sagmal.de:
Was versteht Ihr unter jugendlichem Leichtsinn und erwachsenen Ansichten?
Sebastian Wenzel:
Wortwende ist wirtschaftlich unabhängig und überparteilich. Wir versuchen
wichtige Themen differenziert zu betrachten, deswegen vertreten wir
erwachsene Ansichten.
Gleichzeitig versuchen wir aber auch unseren Blick und unsere Worte zu
wenden. Wir schreiben über
deutsche Witze, lachen über
Cybersex und denken darüber nach, Sex mit Tieren zu legalisieren. Dieses Beispiel ist kein Plädoyer für Sodomie, sondern dafür, über alles nachzudenken, was man als nicht möglich in seinem Leben erachtet. Durch diese Themen und diese
Einstellung wollen wir unseren jugendlichen Leichtsinn bewahren.
Sagmal.de:
Und wie geht das mit den Gedanken, mit denen man bei Wortwende bezahlt?
Sebastian Wenzel:
Am Kiosk bezahlen Leser TAZ, Zeit und FAZ mit Geld. Wortwende bezahlt man
mit Worten. Wir wollen die Gedanken unserer Leser. Diese sollen sie in
Foren oder als wortwende-Autor veröffentlichen.
Sagmal.de:
Wie wird man eigentlich Autor bei Wortwende?
Sebastian Wenzel:
Wir suchen Autoren mit einem interessantem Schreibstil und spannenden
Gedanken. Wir freuen uns über Themenvorschläge, haben aber auch selbst
Themen-Ideen, die wir gerne weitergeben. Da wir unkommerziell sind, können
wir kein Honorar zahlen. Die Artikel-Rechte bleiben bei den jeweiligen
Autoren. Artikel können selbstverständlich zweitverwertet werden.
Wer Interesse hat, sollte einfach eine Mail an die wortwende-Redaktion
schreiben, die Mailadresse steht im
Wortwende-Impressum.
Sagmal.de:
Was plant Ihr für die Zukunft?
Sebastian Wenzel:
Mehr Leser, mehr Schreiber, mehr Interaktion. Trotz dieser Pläne handeln wir
auch in Zukunft nach dem Motto: Qualität statt Quantität.
Sagmal.de:
Was genau soll aus Wortwende werden?
Sebastian Wenzel:
Eine Plattform für Jungjournalisten, auf der sie sich und ihre Artikel
kostenlos präsentieren können. Ein Diskussionsforum für Querdenker, die mit
Gleich- und Andersgesinnten über die Welt, das Leben und Frühstückseier
diskutieren können.
Sagmal.de:
Dein Lieblingslink?
Sebastian Wenzel:
www.netzzeitung.de
Sagmal.de:
Du hast das letzte Wort?
Sebastian Wenzel:
Frei nach Faust: "Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich
Taten sehen."
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