*** Ich entsorge auf meiner Webseite Ideen und Geistesblitze, an denen andere Menschen dann noch Gefallen finden. So entsteht ein gegenseitiger Nutzen und daher funktioniert die Seite
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Wolfgang Smidt über Wolfgang Smidt:
ich bin wolfgang smidt und komme ursprünglich aus hagen (mama und papa),
dann 5 jahre aus dortmund (studiwohnheim baroper straße),
dann 2 jahre aus lahnau-waldgirmes (schluck) bei wetzlar bei giessen bei frankfurt am main,
dann 2 jahre aus steinheim an der murr (wo?) bei ludwigsburg bei stuttgart am popo der welt.
jetzt aus dem dicken B, der bekannten hauptstadt etwa 20 km nördlich von groß schulzendorf.
davon mal abgesehen ist das glück aber eigentlich immer da, wo man es am wenigstens vermutet
und ich vermute es ganz klar am wenigsten in berlin-friedrichshain - friedenstr. 93 - dritter stock - zweite tür rechts.
es muß also irgendwo hier stecken. "komm raus, feigling!"
238 hundejahre alt, 18.9 millionen micrometer groß,
ich wiege soviel wie ein 3 zentner sack kartoffeln aus dem 63 kg kartoffeln herausgefallen sind.
meine mama hatte nebenbei, nachdem ich ihr mal meine homepage gezeigt habe, bedenken, daß ich so persönliche daten doch besser nicht veröffentlichen sollte ... wegen eventuellem datenmißbrauch.
falls du also diese 3 daten mißbrauchst, bitte ich dich mir eine email zu schicken und mir mitzuteilen wie man sowas macht.
ich wäre da wirklich neugierig und sehe dann auch von einer anzeige ab.
in der nacht des 16. august 1968 war ich plötzlich ungefragt in hagen.
exakt 10 jahre nachdem madonna, die sängerin des begnadeten "die another day", auf die welt kam.
und der king starb an meinem 9. geburtstag.
also nicht, daß elvis auf meinem geburtstag gestorben wäre. nur eben an...
kann das zufall sein?
Quelle: www.worldwidewolf.de
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sagmal.de:
Wolfgang, das erste was mir beim Besuch deiner Seite spontan einfiel war: Das kann er doch alles nicht ernst meinen, oder? |
Wolfgang Smidt:
Nein.
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sagmal.de:
Du schreibst, du willst mit deiner selbstlosen Homepage dazu beitragen, so manches Menschenleben zu retten und gleichzeitig die Problematik ungewollter Schwangerschaften zu mildern. Da frag ich mich doch: Wie willst du das denn alles schaffen?
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Wolfgang Smidt:
Na, indem ich direkt neben dem Satz Reklame für Kondom mache. Allerdings muß ich fairerweise einräumen, daß ich das Werbebanner seinerzeit zuerst eingebaut habe und mich danach erst dazu entschlossen habe mit meiner selbstlosen Homepage dazu beizutragen, so manches Menschenleben zu retten und gleichzeitig die Problematik ungewollter Schwangerschaften zu mildern : )
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sagmal.de:
Was ich nach dem Besuch deiner Seite immer noch nicht genau weiss, wer ist eigentlich Wolfgang Smidt und was macht er sonst so?
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Wolfgang Smidt:
Ich habe Elektrotechnik studiert und arbeite jetzt als Softwareentwickler für einen Automobilhersteller. Was ich sonst so mache, finde ich selbst gerade raus, weil ich erst vor kurzem nach Berlin gezogen bin und "ers ma kieken" muß. Hobbies von mir sind aber wohl noch Aktzeichnen und eben das Schreiben von Webseiten, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich die beiden Dinge als Hobbies im herkömmlichen Sinn bezeichnen würde. Aber es kommt dem wohl relativ nahe.
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sagmal.de:
Erklär mir doch bitte mal, was genau dich dazu brachte, solch eine Seite ins Web zu stellen.
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Wolfgang Smidt:
Anfangs (1996) war das reine Neugier und der Spaß an der Technik. Nach einiger Zeit habe ich dann ein Gefühl dafür bekommen, was in dem Medium Internet alles möglich ist und daß es mir Spaß macht damit zu spielen. Inzwischen ist meine Webseite so 'ne Art digitaler Sandkasten für mich, der mich ähnlich entspannt wie andere Leute das Fernsehen. Man könnte auch sagen: Ich entsorge auf meiner Webseite Ideen und Geistesblitze, an denen andere Menschen dann noch Gefallen finden. So entsteht ein gegenseitiger Nutzen und daher funktioniert die Seite.
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sagmal.de:
Wie wird die Seite von deinen Besuchern aufgenommen? Ich denke mal, nicht jeder versteht den Sinn deiner Seite?
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Wolfgang Smidt:
99% der Rückmeldungen sind zwar positiv, aber das liegt aber natürlich nicht daran, daß 99% der Besucher meine Seite toll finden, sondern daran, daß verschreckte Besucher mir gar nicht erst schreiben. Demnach weiß ich auch nicht genau, was die sich so denken und ob die nun das notwendige Verständnis aufbringen konnten oder nicht.
Ich bin mir allerdings klar darüber, daß ein großer Anteil des Besucherstroms mit der Seite wohl gar nichts anzufangen weiß. Aber das muß ich entweder in Kauf nehmen oder die Seite abschalten. Wie man sieht, habe ich habe mich für das erste entschieden und mache mir daher keine Gedanken darüber, wer wohl was denkt oder denken könnte.
Interessieren tun mich naturgemäß eher die Leute, die von der Seite begeistert sind. Eine Webseite fünktioniert ja gewissermaßen auch wie ein ein Sieb und es ist schon interessant zu sehen, welche Besucher meine Seite so herausangelt.
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sagmal.de:
Was bringt die Seite deinen Besuchern, ausser der Tatsache, dass sie etwas über Wolfgang Smidt erfahren? Warum sollte man sie unbedingt besuchen?
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Wolfgang Smidt:
Im Grunde will auf meiner Homepage ja kein Mensch irgend etwas über mich erfahren. Daher geht es auf meiner Seite auch nur spaßeshalber und vordergründig um mich. Der eigentlich Seiteninhalt ist eine Mixtur aus unterschiedlichsten Dingen, mit denen ich in ebenso vielen Variationen beschäftige. Also mal auf ironische Weise, mal ernst, mal albern, mal sarkastisch, mal infantil, mal gestelzt usw. Alles kreuz und quer durcheinander.
Der konkrete Nutzen für Besucher ist etwas schwer zu beschreiben. Eine Besucherin hat aber mal geschrieben, daß die Seite einem Dachboden voller Trödel ähnelt, auf dem man immer wieder etwas neues entdecken kann. Das trifft's, finde ich, ziemlich gut.
Bei mir gibt's Poesie, Ironie, Bilder, Themenabende, Reklame, Kunst, Pseudosensationen, selbstgemalte Kinderbilder, Philosophie, Statements, Selbstbeweihräucherung, Infantiles, einen Schwäbischkurs, 'ne Lateinarbeit, Alptraumhaftes, Heimwerkeranleitungen, Aktzeichnungen, Tipps, Weisheiten, abgründige Banalitäten, aktuelle Scans usw usw.
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sagmal.de:
Was muss eine gute Homepage deiner Meinung nach generell besitzen?
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Wolfgang Smidt:
Seiten sind besser, wenn es erkennbar eigene Inhalte gibt und wenn man dem Angebot nicht sofort ansieht nach welcher geistigen Stilvorlage es erstellt wurde. Ansonsten kann ich aber nicht allgemein sagen, was eine Homepage gut macht. Dafür sind gute Seiten einfach viel zu verschieden.
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sagmal.de:
Sollte es mehr Seiten wie deine geben? Und wenn ja, warum?
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Wolfgang Smidt:
Ja und nein. Jeder sollte seine Seite so zurechtbasteln, daß sie ihm selbst gut gefällt. Das dürfte so ziemlich die beste Strategie sein, damit eine Seite auch anderen zusagt. Ein Problem scheint mir zu sein, daß viele versuchen eine Homepage zu schreiben, die ANDEREN gut gefällt ... und damit scheitern, weil sie ihre Besucher entweder für doof halten oder mit dem Versuch überfordert sind.
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sagmal.de:
Wie wird es mit worldwidewolf.de weitergehen?
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Wolfgang Smidt:
Das ist schwer zu sagen. Ich erweitere die Seite nur dann, wenn ich Spaß dran habe. Die letzten sieben Jahre hatte ich Spaß dran und man darf optimistisch sein, daß ich auch weiterhin dran basteln werde. Was das inhaltlich bedeutet, kann ich allerdings nicht sagen, weil ich Inhalte grundsätzlich spontan schreibe. Da ist sozusagen jederzeit alles möglich. Man darf sich fürchten...
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sagmal.de:
Bist du generell mit den Angeboten im Web einverstanden, oder müsste etwas geändert werden?
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Wolfgang Smidt:
Ändern wollen würde ich das Internet auf keinen Fall, denn letztlich ist das Netz ähnlich revolutionär wie seinerzeit der Buchdruck. Jeder hat die Möglichkeit seine Gedanken praktisch kostenlos weltweit zu veröffentlichen. Daran gibt es nichts zu verbessern oder zu ändern. Und die Berge schlechter Webseiten muß man eben als Preis der Freiheit in Kauf nehmen, daß jeder alles ausprobieren darf. Es gibt also fast zwangsweise 5% gute und 95% schlechte Webseiten. Genauso wie 5% der Bevölkerung sportlich ist und 95% unsportlich.
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sagmal.de:
Gibt es eine Seite, ausser deiner eigenen. die dir besonders am Herzen liegt?
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Wolfgang Smidt:
Direkt am Herzen liegt mir eigentlich keine Webseite, aber als Surftipp würde ich die 100 Kühlschrankfotos von www.monsterfrosch.de empfehlen. Die Fotos zeigen schön, daß man im Internet seinen Ideen freien Lauf lassen kann ohne der direkten Sinnfrage Beachtung schenken zu müssen. Das hat direkt philosophischen Tiefgang.
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sagmal.de:
Hast du bei meinen Fragen eine Frage vermisst?
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Wolfgang Smidt:
Na, sagen wir, du hast ein oder zwei Fragen nicht gestellt, die ich mir gestellt hätte, aber direkt vermisst habe ich nichts.
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sagmal.de:
Noch einen Schlusssatz?
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Wolfgang Smidt:
Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei und ein sagmal.de Interview ist keine Wurst.
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Das Interview wurde am 5.4.2003 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de. Wir danken Wolfgang Smidt für die Beantwortung unserer Fragen. Die in diesem Interview verwendeten Grafiken unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den entsprechenden Webseiten entnommen.
Ein besonderer Dank an meinen Freund und Mithelper Soenke, der mir Wolfgang als Interviewpartner ans Herz legte. |
| Yara Wortmann |
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