Interview mit Peter Tögel vom 30.05.2002
Peter Tögel

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Glaubt nicht der Presse in Deutschland. Der amerikanische Traum lebt! Sehr gut sogar!

Logo Die Tögelfamilie besteht aus:
Peter Tögel,
geb. am 6. Oktober 1965 in Stuttgart,
Staatsbürgerschaft: Österreich
Arbeitgeber: Titze Datentechnik GmbH - time management, access control, time & attendance and biometrics
Beruf: VP of Product Management & Marketing
Hobbies: Magie, Online Marketing, Electronic Commerce, Grafik, Multimedia, Musik.

ConnieCornelia Doris Tögel
geb. 24. Juli 1965 in Winfield, Illinois, USA
Staatsbürgerschaft: USA
Arbeitgeber: Selbstständig
Beruf: Grafikerin
Hobbies: Schlafen
JamieJamie-Lee Amanda Tögel,
geb. 30. August 1993 in Schorndorf, Deutschland
Staatsbürgerschaft: Österreich
Arbeitgeber: Selbstständig
Beruf: Tochter
Hobbies: Tiere, Eltern ärgern
HollyHolly Emily Tögel
geb. 16. Juli 1996 in Denver, Colorado, USA
Staatsbürgerschaft: USA
Arbeitgeber: Selbstständig
Beruf: Tochter
Hobbies: Klettern, Eltern ärgern
AnnieAnnie-Mae Eliza Tögel,
geb. 18. September 1999 in Schwabmünchen, Deutschland
Staatsbürgerschaft: USA
Arbeitgeber: Selbstständig
Beruf: Tochter
Hobbies: Schreien

Quelle: www.Togel.com

sagmal.de:
Peter, kann man eure Familie schon als Auswanderprofis bezeichnen?

Peter Tögel:
Das kommt darauf an wie man den Begriff “Auswanderungsprofis” definiert. Wir haben das Thema nämlich nicht an einer Universität studiert. Wir haben allerdings durch zwei eigene Auswanderungen in die USA einige Erfahrungen gesammelt. Dazu kommen Freundschaften mit weiteren Auswanderern in Colorado.

sagmal.de:
Warum seid Ihr das erste Mal nach Amerika gegangen und aus welchem Grund seid Ihr damals wieder zurückgekehrt?

Peter Tögel:
Meine Frau und ich hatten von Deutschland die Schnauze voll. Das Land wurde uns zu klein und das Land bot uns keine Zukunft. So habe ich unseren amerikanischen CEO gefragt, ob er nicht einen Job für mich in der Zentrale in Colorado hat. Zurückgekehrt sind wir mehr oder minder unfreiwillig. Ich wurde 1999 arbeitslos und die Interviews bei den amerikanischen Unternehmen führten kurzfristig zu keinem Erfolg. Im Gegensatz hatte ich nach einer Woche bereits 5 Angebote von dt. Firmen vorliegen. Und da das Arbeitslosengeld nicht sehr hoch war und Conni (meine Frau) schon im 6 Monat schwanger war, nahmen wir ein Angebot einer Münchner Firma an.

sagmal.de:
Was habt Ihr beim ersten mal falsch und beim zweiten Mal besser gemacht?

Peter Tögel:
Das erste Mal waren wir sehr vorsichtig, was wir von Deutschland aus mitnehmen. Wir hatten viele Dinge nicht mitgenommen, weil wir noch nicht wussten, ob wir wieder nach Deutschland zurückkehren. So hatten wir viele Möbel aus Kostengründen in Deutschland gelassen. Das zweite Mal war es für uns klar. Wir wollen nicht mehr zurückkommen. Höchstens auf Urlaub.

sagmal.de:
Was ist denn das faszinierende am Leben in den USA?

Peter Tögel:
Das Leben ist in vielen Bereichen einfacher. Man hat kein Stress mit Behörden, die Steuern sind gering und die Leute bemühen sich freundlich zu sein. Dazu ist das Land einfach unvorstellbar groß. Es ist so groß, dass wir uns schon nach ca. 5 Monaten ein eigenes Haus mit einem großen Garten kaufen konnten. Das ist besonders gut wenn man Kinder hat. Das konnten wir uns in Deutschland nie vorstellen. Und dann ist da noch das Wetter. Hier in Colorado haben wir 300 Tage Sonne im Jahr. Und haben wir schon die Polizisten erwähnt? Die sehen hier sehr beeindruckend aus. Da hat man sehr schnell Respekt. Nicht so, wie grüne Frösche... ;-)

sagmal.de:
Wie kann eure Seite anderen Auswanderern helfen? Welche Tipps findet man auf euren Seiten?

Peter Tögel:
Unsere “Familienhomepage” war am Anfang eigentlich ein Logbuch für die Familie und Freunde in Deutschland. Die Erlebnisse unserer Auswanderungen haben wir dabei niedergeschrieben. Mehr und mehr haben wir aber die Seite mit wertvollen Tipps zur Auswanderung ausgebaut. Das geht von Tipps zur Greencard Lotterie über Tipps zur Jobsuche bis hin zur eigentlichen Auswanderung. Neben der “Hauptseite” haben wir dann zusammen mit anderen Auswanderern ein großes USA Forum (http://www.usaexperten.com) aufgebaut. Auch dieses Forum bietet eine Antwort auf fast alle Fragen. Und wenn eine Antwort fehlt, dann kann man dort auch Fragen stellen.

sagmal.de:
Wo lebt Ihr jetzt und was macht Ihr, wenn Ihr nicht gerade im Netz Hilfestellung gebt?

Peter Tögel:
Wir leben derzeit in Colorado Springs (Südlich von Denver, Colorado). Meine Frau Conni ist hauptberuflich Mutter (was für eine Heidenarbeit...) und als nebenher ist sie ein Künstlerin (Aquarell Malerin). Sie ist inzwischen sogar schon im “Who is Who for American Woman” aufgenommen worden. Ihre Bilder verkauft Sie meistens auf eBay unter dem Benutzername “ptogel”. Ich arbeite hauptberuflich für die Firma Titze Datentechnik. Ich bin dort als VP für das Produktmanagement & Marketing zuständig.

sagmal.de:
Und wie kamt Ihr auf die Idee, eure Erfahrungen ins Web zu bringen?

Peter Tögel:
Wenn man in ein fremdes Land auswandert, dann hat man zuerst einmal keine Freunde. Und diese Lücke der Kommunikation wollten wir stopfen, in dem wir Rundbriefe nach Hause schreiben. Sehr schnell haben wir gemerkt, dass 50 Faxe nach Deutschland sehr teuer werden. Und so haben wir diese Rundbriefe angefangen online zu stellen. Der kleine Kapitalist in uns hat also diese Entscheidung getroffen... ;-)

sagmal.de:
Siehst du Unterschiede zwischen dem Internetverhalten in Deutschland und den USA? Wird das Internet in den USA besser akzeptiert? Woran liegt das?

Peter Tögel:
Das Internet gehört hier zum täglichen Gebrauch wie der Gang zum Supermarkt. Ich habe hier z.B. schon 1996 Bewerbungen per E-Mail geschickt. Das konnte man sich in Deutschland zu der Zeit nicht vorstellen. Telefon zum Ortstarif war dazu hier schon immer im Grundpreis beinhaltet. Es konnte damit also jeder solange surfen, wie er wollte. Das ist ein wenig wie die “free Refills” im Restaurant. Warum soll der Kunde nur ein Glas Cola haben wenn er doch noch Durst hat. Dazu kommt, dass man hier das Thema ISDN komplett übersprungen hat. Hier haben inzwischen viele DSL oder eine andere Form von Highspeed Broadband Internet. Da macht Online Spaß.

sagmal.de:
Und wie kann man es ändern? Sollte man das überhaupt?

Peter Tögel:
Ich denke das sich so etwas auch in Deutschland über die Zeit ändern wird. “Die heutige Jugend” ist schon viel mehr Online wie noch unsere Generation. Amerika hat hier halt eine Generation Vorsprung. Das wird sich auch in Deutschland noch ändern, aber die Mühlen dort mahlen noch etwas langsamer.

sagmal.de:
Du machst auch als Pit Finn Karriere? Erzählst du uns, was du da genau machst?

Peter als Pit Finn Peter Tögel:
Pit Finn ist mein Künstlername. Ich bin Mitglied der International Brotherhood of Magicians (IBM) sowie der Society of American Magicians (SAM). Und unter diesem Künstlername können mich z.B. Firmen, Hotels und Clubs für ihre Veranstaltungen buchen. Ich bin z.B. auch für ein Auftritt im Juni im Großraum Stuttgart. Dabei werde ich zwei Wochen vor der Show einen Umschlag mit einigen Vorhersagen in eine Glaskiste (siehe Bild im Anhang) einschließen lassen. Diese gläserne Kiste wird dann am Veranstaltungsort öffentlich ausgestellt werden. Ich werde diese Kiste dann nicht mehr berühren. Sie wird von Zuschauern erst während der Show geöffnet welche die meine Vorhersagen bekannt machen. Ich werde dabei zum Beispiel aktuelle Sportergebnisse, Lottozahlen oder z.B. auch die Schlagzeilen der Samstagzeitung vorhersagen. Dazu habe ich eine Form des Kugelfangs im Programm. Ein Zuschauer wird dabei auf mich schießen und ich werde versuchen das Geschoss mit den Zähnen aufzufangen.

sagmal.de:
Gibt es eine Seite, die euch besonders am Herzen liegt?

Peter Tögel:
Als kleine Kapitalisten gefällt uns natürlich die Webseite unserer Bank am besten. ;-) Die ist aber dann auch wieder nicht so besonders... ;-)

sagmal.de:
Hast du/ habt Ihr bei meinen Fragen eine Frage vermisst?

Peter Tögel:
Naja, da waren noch die Fragen:

Peter Tögel einmal anders Warum sind alle Amerikaner so dumm?
Warum bist Du eigentlich so dick?
Hast Du wirklich so wenig Haare auf dem Kopf?
Stimmt das, das in Amerika keiner Krankenversichert ist?
Habt Ihr auch eine Waffe im Haus?
Was haltet Ihr von George W Bush?
Warum sind die Amerikaner nicht Umwelt bewusster?
Was esst Ihr zum Frühstück?
Wie kann Deine Frau Conni es mit Dir so lange aushalten?
Warum sind alle drei Töchter blond?
Benehmen die drei Töchter sich wie typische Blondinen?
Kannst Du mir eine Green Card besorgen?
u.s.w... ;-)

sagmal.de:
Noch einen Schlusssatz?

Peter Tögel:
Glaubt nicht der Presse in Deutschland. Der amerikanische Traum lebt! Sehr gut sogar!

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Das Interview wurde am 30.5.2003 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de.
Wir danken Peter Tögel für die Beantwortung unserer Fragen.
Die in diesem Interview verwendeten Grafiken unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den entsprechenden Webseiten entnommen

 

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