Interview mit Franziska "Frl." Menke vom 14.10.2002
Franziska

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Nein, ich wollte immer schön, jung talentiert und erfolgreich sein und besaß auch die nötige Eitelkeit der Jugend dafür. Heute ist mir das ein wenig fremd, heute bin ich ruhiger und nicht mehr so sehr vom Urteil dritter abhängig.

Frl. Menke Homepage Franziska "Frl." Menke,
am 4. November 1960 geboren,
bekam die Musik praktisch schon in die Wiege gelegt.
Mutter Karin war Sängerin im Chor von Bert Kaempfert, ihr Vater ist der Musikproduzent Joe Menke (Truck Stop)
Als Frl. Menke im Mai 1982 bei Polydor "Hohe Berge" herausbrachte, gehörte sie zum bald als 'kommerziell' geschmähten Flügel der 'Neuen Deutschen Welle'. Sie war eine der ersten aus dem NDW-Lager, die in die angestaubte ZDF-Hitparade eingeladen wurde.

Das 'Fräulein' ist mittlerweile Mutter von zwei Kindern. 1992 kehrte sie mit neuer CD "Ich will's gefährlich" und neuem Radio-Hit ("Ich hol doch keine Brötchen") in die Öffentlichkeit zurück.
Franziskas Homepage

sagmal.de:
Franziska, die Neue deutsche Welle ist lange vorbei. Wenn Du ein Fazit ziehst, was würdest Du wieder so machen, was würdest Du ändern, wenn Du es könntest?

Franziska:
Schwer zu sagen: Grundsätzlich fand ich das Konzept der Frl. Menke schlüssig und würde auch heute gerne so involviert sein wie damals.

sagmal.de:
Wie kamst Du eigentlich an die Rolle der Frl. Menke? Wer hat sich das ausgedacht?

Franziska:
Ich war die Studio Maschen Tochter, mein Vater war damals ne dicke Nummer im Busines. Mein Produzent hielt es daher für angebracht, Frl. Menke auf eine Card zu schreiben mit Stimmproben von mir. Der Künstlername wurde aus Zufall geboren.

sagmal.de:
War es als Tochter einer Sängerin und eines Musikproduzenten schon immer ein Wunsch von Dir, Sängerin zu werden, oder wie bist Du da reingestolpert?

Franziska:
Nein, ich wollte immer schön, jung talentiert und erfolgreich sein und besaß auch die nötige Eitelkeit der Jugend dafür. Heute ist mir das ein wenig fremd, heute bin ich ruhiger und nicht mehr so sehr vom Urteil dritter abhängig.

sagmal.de:
Deine Lieder haben sich im Laufe der Zeit gewandelt Ist Dir dein altes Publikum treu geblieben?

Franziska:
Kann ich nicht sagen. Ich dachte sowieso immer, Fans haben nur die anderen (Nena, Extrabreit usw.). Ich konnte mir meine Anhängerschaft irgendwie nie richtig vorstellen

sagmal.de:
Wer wie Du ziemlich weit oben in den Hitlisten war, sieht der den Erfolg heute mit anderen Augen?

Franziska:
Erfolg war mir schon wichtig. Das Geld was man damit machte hat mich beruhigt, aber nicht zu grossen Lifestyleänderungen geführt. Im Gegenteil, ich hatte Angst vor unerwarteten Wellentälern.

sagmal.de:
Denkst Du eher mit Melancholie an die damalige Zeit, oder bist Du froh, dass sie vorbei ist?

Franziska:
Melancholie ist nicht mein Ding. Ich bin jetzt Mensch. Klar war es gut, seine eigene Musik zum Grundstein für ein Leben als Eintagsfliege zu legen. Ich hätte aber ruhig ein bischen mehr raustun können.

sagmal.de:
Du tourst ja noch immer mit den Wellenreitern durch die Republik und singst die damaligen Toptitel. Wie ist die Resonanz beim Publikum?

Frl. Menke live on stage mit den WellenreiternFranziska:
Wenn ich mit den Wellenreitern live spiele habe ich immer ein extrem gutes Feeling, das merken die Leute und machen mit. Live mit Halbplayback ist mir fast zu stereotyp, da die Rythms sich nicht ändern.
Die Zuschauer merken das nicht, nur ich natürlich.
Eigentlich gehen die Leute gut ab, wenn ich live on Stage steppe.

sagmal.de:
Welche Pläne hast Du für deine Zukunft als Sängerin?

Franziska:
Hauptsache, meine Stimme bleibt so gut und kräftig. Ich weiss, Eigenlob stinkt. Nein, ich weiss, meine Stimme steht und meine Seele ist dann auch ok.

sagmal.de:
Viele Künstler jammern wegen der verlorenen Einnahmen durch Tauschbörsen wie Napster, Morpheus und co. Wie sollte das Deiner Meinung nach in Zukunft geregelt werden?

Franziska:
Frag mich nicht. Ich denke, das Tauschbörsen wie Kosmetikpröbchen sind.
Wenn man das Original haben möchte, kauft man es doch!

sagmal.de:
Wie stehst Du grundsätzlich zum Thema Internet? Nutzt Du es? Wenn ja, wie, wenn nein, warum nicht?

Franziska:
Ich will es nicht an mir vorbeilassen, denke es ist irgendwann das Forum unserer Kommunikation*. Am liebsten würde ich einen Werbesong für AOL komponieren.
Die Rechte gibts günstig, nur 250.000 Euro.
*(vielleicht heute schon?)

sagmal.de:
Wie weit hast Du bei der Erstellung Deiner Homepage selbst mitgewirkt?

Franziska:
Ich habe meine Homepage nur als staunendes Etwas im Internet begrüßt. Danke an Stevensville Design, der als Thorsten Steffens ein sehr guter Freund und Berater geworden ist. Außerdem singt er auch sehr schön und macht unter Jamie Stevens bestimmt bald mal Karriere !!!!

sagmal.de:
Gibt es eine Seite, die Dir besonders am Herzen liegt?

Franziska:
Nein ehrlich gesagt habe ich keine Lieblingsseite. Komisch, ich kann mich nämlich auch nicht an meine erste Schallplatte erinnern....

sagmal.de:
Hast Du bei meinen Fragen eine Frage vermisst?

Frl. MenkeFranziska:
Eine Frage vermißt ?
Na ja, vielleicht... was geht in Zukunft bei Dir ab. Ich hoffe, daß ich meinen Halbtagsjob bei UPS noch weiter gesund durchziehen kann und ab und zu mal in den Medien erwähnt werde. Außerdem wünsche ich mir, daß die Tournee im März ein Live-Erfolg für mich und meine Mitstreiter wird, welche sind: HUBERT KAH, MARKUS, PETER SCHILLING und GEIER STURZFLUG.
Die Single "GEILE ZEITEN" gesungen von Jürgen (aus dem Big Brother Haus) ist eine Hymne auf die NDW. Titel von Markus, Geier, UKW und mir werden Medleyhaft eingespielt.
--- Ballermann ganz nett---

sagmal.de:
Noch einen Schlusssatz?

Franziska:
Das war's dann. Ich hoffe es reicht Dir.
Grüße Franziska

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Das Interview wurde am 14.10.2002 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de.
Wir danken Franziska "Frl." Menke für die Beantwortung unserer Fragen.
Die in diesem Interview verwendeten Grafiken unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den entsprechenden Webseiten entnommen

 

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