*** Ich denke der Begriff New Economy ist abgegriffen. In der Zwischenzeit haben alle Unternehmen erkannt, dass gewisse Gesetze in der Wirtschaft unumstößlich sind.
Marco Gola Matoma.de
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Die Trossinger Agentur Matoma Internet Consulting wurde 1997 von drei Studenten der Fachhochschule Furtwangen noch während ihres Studiums gegründet. Für die drei Gründer Marco Gola, Tobias Wölfing und Mate Jovic lag der Reiz vor allem darin, die erlernte Theorie mit der Praxis zu verbinden. Schnell wurde aus der Idee jedoch mehr als nur eine Nebenbeschäftigung. Das Studium zugunsten der Firma aufzugeben, kam aber für keinen der Drei in Frage. „Für uns stand von Anfang an fest, erst das Studium zu beenden und dann zu entscheiden wie es weitergeht“, so der Geschäftsführer Marco Gola. Die Entscheidung ist den Matoma Gründern leicht gefallen.
Hauptsitz: Trossingen.
Niederlassungen: Berlin, Furtwangen, Milano.
 Marco Gola:
Geschäftsführer seit 04/1997
Ausbildung: Dipl.-Betriebsw. (FH)
Berufsweg:
Internationale Betriebswirtschaft - FH Furtwangen & Universita‘ di Pavia (I).
Mitglied im AK Qualität des DMMV
Externer e-business Consultant,
Dozent im Fachbereich Wirtschaft der FH Furtwangen (e-business),
Gründer der Matoma Internet Consulting GmbH 1997
Gründer der Villatech Furtwangen GmbH 2001
Aufmerksam wurde ich auf Matoma und speziell auf
Marco Gola erst durch einen Besuch ihrer Seite www.typ2002.de
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sagmal.de:
Marco, was ist typ2002?
Eine Exhibitionistenplattform?
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Marco Gola:
Nein, keine Exhibitionistenplattform. Natürlich gehört schon etwas Offenheit
dazu, sein Bild online bewerten zu lassen, aber exibitionistische
Entgleisungen werden von den Moderatoren abgefangen. Wir bieten den Leuten
die Möglichkeit den Typ des Jahres zu wählen und in diesem Zusammenhang
miteinander zu kommunizieren.
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sagmal.de:
Mit ein wenig Glück und einem guten Aussehen kann man bei Euch sogar ein Fotoshooting in Mailand gewinnen. Damit wissen wir, welchen Gewinn der User durch einen Besuch auf typ2002.de hat, welchen Gewinn hat die Firma Matoma, deren Geschäftsführer Du bist, von der Seite und wie kam es überhaupt zu dem Projekt?
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Marco Gola:
Das Projekt hatte ursprünglich das Ziel, über diese Plattform die Firma
Matoma zu transportieren. So treten wir hier mit interessanten
Kooperationspartnern in Kontakt. Mittlerweile hat sich diese Plattform aber
selbst zum Business Modell entwickelt und wir werden hier verschiedene
Ansätze weiterverfolgen! Beispielsweise entwickeln wir gerade regionale
Kooperatioen, die unseren Traffic deutlich steigern werden.
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sagmal.de:
Deine Multimediaagentur Matoma beschäftigt sich mit e-business, Du machst Seminare über das Internet, bist Gastdozent an der FH Furtwangen. Würdest Du Dich als einen typischen Vertreter der New Economy bezeichnen?
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Marco Gola:
Nein. Mit meiner betriebswirtschaftlichen Ausbildung habe ich die
Entwicklung der New Economy wie alle anderen mit großem Staunen verfolgt.
Für mich sind aber Erfolgskonzepte maßgeblich, denn ich sehe meine Aufgaben
in der Heranführung mittelständischer Unternehmen an den Einsatz von
Internet Technologien. Wir sind sozusagen der Berater, der den Unternehmen
Wege aufzeigt, wie die neuen Technologien erfolgreich eingesetzt werden
können.
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sagmal.de:
Lebt die New Economy eigentlich noch, oder wurde sie von der Old Economy und von falschen Wertvorstellungen ihrer Helden längst begraben?
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Marco Gola:
Dass mit dem Einsatz von E-Business Technologien hochkomplexe
Unternehmensprozesse abgebildet werden können, zeigen Erfolgsbeispiele der
New Economy - und die gibt es. Dass man dabei auch sehr einfach Fehler
machen kann, zeigen die gescheiterten Konzepte. Ich denke der Begriff New
Economy ist abgegriffen. In der Zwischenzeit haben alle Unternehmen erkannt,
dass gewisse Gesetze in der Wirtschaft unumstößlich sind. Der deutsche
Multimediaverband spricht heute von der „Digital Economy“.
Meiner Meinung nach polarisiert dieser Begriff deutlicher Unternehmen, die
digitale Technologien strategisch in den Unternehmensprozessen einsetzen und
Unternehmen, die dies nicht tun.
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sagmal.de:
Wie ist Deine grundsätzliche Einstellung zum Internet?
Ist es nur ein Arbeitsplatz?
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Marco Gola:
Für mich ist das Internet Faszination pur. In erster Linie natürlich
Arbeitsplatz, aber auch Treffpunkt, Kommunikationsinstrument,
Informationsgrundlage, Einkaufsplattform. Es ist ein Alltagsinstrument
geworden. Wie jedes Instrument oder Werkzeug muss aber die Anwendung erlernt
werden, da der sorglose Umgang auch Gefahren birgt.
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sagmal.de:
Wird dem Thema Internet in Deutschland, insbesondere in Schulen und Hochschulen, zu wenig Interesse entgegengebracht?
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Marco Gola:
Die grundsätzliche Richtung stimmt, das Interesse ist da.
Mit der Initiative "Schulen ans Netz" wurden bundesweit die Voraussetzungen geschaffen,
Schulpflichtigen auch Wissen im Umgang mit dem Internet zu vermitteln. Nach
und nach erhalten innovative Ansätze auch Einzug im Hochschulstudium; aus
der Recherche für Haus-, Studien- und Diplomarbeiten ist das Internet nicht
mehr wegzudenken. Schrittweise werden die Vorzüge des Mediums auch in den
Unterrichtsmethoden ihren Einsatz finden.
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sagmal.de:
In Eurem Pressetext habe ich gelesen, Furtwangen sei das Silicon Valley des Schwarzwaldes.
Wie muss man das verstehen und wer hat es dazu gemacht?
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Marco Gola:
Furtwangen als Silicon Valley nimmt Bezug auf die hohe IT Kompetenz der
Fachhochschule Furtwangen, die seit Jahren eine der führenden
Fachhochschulen im Sektor der IT ist.
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sagmal.de:
Hast Du auch Zeit und Gelegenheit, privat im Web unterwegs zu sein?
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Marco Gola:
Leider selten. Jedoch reserviere ich mir gelegentlich ein paar Stunden am
Wochenende, um im Internet nach Neuem zu suchen. Dabei schafft es das Netz
immer wieder, mich zu beeindrucken. Es macht mich glücklich, konstruktiv am
Aufbau des Ganzen mitzuarbeiten.
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sagmal.de:
Was wird sich in Zukunft am Medium Internet ändern?
Was muss sich ändern?
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Marco Gola:
Spätestens mit dem Fokus der CeBit 2002 auf den Bereich Mobile Solutions ist
klar, dass viele der hier angebotenen Services mittelfristig nicht mehr aus
dem Alltag wegzudenken sind. Die Frage, ob Internet das Fernsehen ersetzt,
ist überholt. Viel mehr sehe ich in der Zukunft des Internet die Integration
vieler Dienste und Services, die dann auch Breitbandangebote wie z.B. TV
beinhalten. Vor der Integration im privaten Bereich steht jedoch die
Integration vielfältiger Prozesse im Business-Sektor. Auch die öffentliche
Verwaltung hat sich mit dem Konzept „Bund Online 2005“ ein ambitioniertes Ziel gesetzt.
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sagmal.de:
Hast Du bei meinen Fragen eine Frage vermisst?
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Marco Gola:
Nein.
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sagmal.de:
Noch einen Schlusssatz?
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Marco Gola:
Na gut, dann unser Credo:
Teamgeist ist unsere Stärke. Wir sind überzeugt, dass Projekte dann gelingen,
wenn Dienstleister und Kunde ein Team werden.
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Das Interview wurde am 24.4.2002 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de. Wir danken Marco Gola für die Beantwortung unserer Fragen. Die in diesem Interview verwendeten Grafiken unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den entsprechenden Webseiten entnommen |
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