Peter-Michael Mangold, geb. am 13. September 1954 in Schwäbisch Gmünd, einer Stadt im Remstal östlich von Stuttgart, deren Umland seit der Stauferzeit mit Burgen und Ruinen reich gesegnet ist. Wie es diese eher verschlafene Region geschafft hat, vom (jetzt leider nicht mehr existenten) Süddeutschen Rundfunk (SDR3) zur "wildesten Region im wilden Süden" erklärt zu werden, wird ewig im Nebel der Geschichte verborgen bleiben.
Seit 1989 ist Peter Mangold als Vertriebsleiter und seit 1996 als Software- Entwickler für das gesamte Windows-Umfeld bei der W&W Systemberatung GmbH in Rutesheim tätig.
Peter ist Betreiber von "Schwabissimo, die schwäbische Welt"
Sagmal.de:
Peter, deine Seite hat den Titel "Schwabissimo, die schwäbische Welt."
Jetzt klingt aber "Schwabissimo" auch ein wenig italienisch. Hast du
neben dem Schwabenland etwa auch eine Vorliebe für das italienische?
Oder warum dieser Titel?
Peter-Michael Mangold:
Nun, 'Schwabissimo' habe ich gewählt, weil alle anderen Begriffe, die
man gemeinhin mit der schwäbischen Mundart verbindet, etwas altbacken
wirken. Ich wollte einfach einen gut zu merkenden, wohlklingenden Namen
für meine Homepage haben.
'Schwabissimo' klingt hoffentlich so überzogen, dass man darin auch
mein ständiges 'Augenzwinkern' über meine schwäbischen Wurzeln
erkennt.
Wie unschwer auf meinen Seiten festzustellen, verbindet mich auch sehr
vieles mit der Toskana, aber diese beiden Welten sind eigentlich fast
unvereinbar.
Sagmal.de:
Auf deiner Seite erfährt man unglaublich viel über das Land Schwaben
und über die Schwaben selbst. Warst du denn, bevor du deine Seite
gemacht hast der Meinung, es gäbe nicht genug im Web über das
"zusammengewürfelte Mischvolk"?
Peter-Michael Mangold:
Die Landesregierung von Baden-Württemberg wirbt mit dem Slogan 'Wir
können alles, außer Hochdeutsch'. Im Prinzip richtig, aber Schwäbisch
kann auch fast keiner mehr, zumindest in Stuttgart.
Als meine (auch mit mittlerweile 19 Jahren des schwäbischen unmächtige)
Tochter heranwuchs, ärgerte es mich, dass sie in mir eine Art
'süddeutschen Baumbewohner' sah, wenn ich mal schwäbisch schwätzte. Um
ihr zu zeigen, welch' verschlungene Sprachwege hinter dem Schwäbischen
stecken, habe ich meine Seiten begonnen, .. und wurde dann selbst
überrascht, von der Fülle der Themen.
Allein für das schwäbische Online-Lexikon habe ich im Laufe der Jahre
über 5000 Begriffe und Redewendungen gesammelt und geordnet.
Mittlerweile findet man etliche gute Seiten zum Thema Schwäbisch: Vor
einigen Jahren habe ich zusammen mit einigen Mitstreitern das
Schwabenforum 'Schwobakonnektschn'
gegründet, um vor allem den Schwaben in Übersee eine Anlaufstelle im
Internet zu bieten.
Sagmal.de:
Was machst du, wenn du nicht gerade die schwäbische Kultur ins Web
bringst?
Peter-Michael Mangold:
Neben der beruflich bedingten Neugier für alle Neuerungen aus der
IT-Welt, liebe ich es zu kochen, mit Genuss zu essen und dabei ein
gutes Fläschchen Wein zu erkunden. Ich lese alles, was mir in die
Finger kommt, bin also in jeder Buchhandlung aufs äußerste gefährdet.
Daneben sind mir spirituelle und esoterische Themen sehr wichtig und
die Arbeit an und mit mir, nimmt derzeit relativ viel Raum ein. Wenn
man sich erst einmal auf diesen Weg begeben hat, scheint es kein zurück
mehr zu geben und die Neugier wird grenzenlos.
Sagmal.de:
Wie wird es mit "Schwabissimo" weitergehen?
Peter-Michael Mangold:
Das Projekt 'Schwabissimo' ist ziemlich ausgelutscht, ich habe aber
doch noch etliche Themen im Kopf, die ich gerne abhandeln würde.
Im Moment sind mir jedoch andere Themen wichtiger, vielleicht kommen ja
bald Seiten mit ganz anderem Hintergrund: Ernährung, Wein,
Spirituelles, Persönlichkeitsentwicklung ?
Sagmal.de:
Peter, ich krieg als Badenser ja auch einiges von den Schwaben mit,
aber was sind denn bitte "Nonnafürzle"?
Peter-Michael Mangold:
'Nonnafürzle' sind ein süßes schwäbisches Gebäck aus Brandteig, wer
mehr darüber wissen möchte findet es hier.
Dieses duftige Gebäck müsste eigentlich korrekterweise Nonnenfürtchen
heißen, was von dem mittelniederdeutschen Wort "nunnekenfurt" sich
ableitet, was soviel bedeutet wie von den Nonnen am besten zubereitet.
Ein Witzbold machte daraus den nicht ganz salonfähigen, aber heute
überall gebräuchlichen Namen, um den sich dann natürlich bald allerhand
Legenden rankten. So soll bei einem Essen eine große Schale voll dieser
duftenden Köstlichkeiten serviert worden sein, und ein alter Domherr
und Feinschmecker griff sich gleich das größte heraus und sagte
schmunzelnd :"Ich nehme das von der Oberin."
Sagmal.de:
Gibt es weitere Seiten von dir?
Peter-Michael Mangold:
Ich betreue noch weitere Seiten, eine davon ist die Homepage der Kleinen Weinakademie in Stuttgart.
Sagmal.de:
Du hast das letzte Wort.
Peter-Michael Mangold:
Die Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts !
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