Markus Lange, Vor 13 Jahren Vertrieb beim Magnetband -hersteller Fuji. Danach Wechsel zu RPS, Betreuung einer größeren Produktrange, danach beim Distributor Frank&Walter als Geschäftsführer Marketing & Sales. Erste Logitech-Kontakte, das Unternehmen distribuiert die
Produkte des Peripherie-Herstellers. "Logitech war bereits zu diesem
Zeitpunkt Marktführer. Das hat mich ungemein gereizt."
Seit sechs Jahren ist Markus Lange bei Logitech und das Unternehmen hat seine marktführende Position kontinuierlich ausgebaut. Markus Lange ist Regional Director Central Europe bei Logitech und Initiator der Aktion WebAid.
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Es ist meines Erachtens geradezu unmöglich, unser Wertesystem an eine Gesellschaft anzulegen, die sich historisch komplett anders entwickelt hat und vollkommen anders strukturiert ist.
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sagmal.de:
Herr Lange, man macht ja nicht von heute auf morgen einfach mal eine Aktion, bei
der man ganze Schulgebäude in Afrika baut bzw. finanziert.
Wer hatte die Idee zu WebAid, wie fing alles an, und wie kam es zu den
ersten Aktivitäten?
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Markus Lange:
Die ursprüngliche Idee zu WebAid kam von mir selbst. Wir waren mit Kunden in
der Serengheti und haben dort ein Rangercamp gesponsert. Eigentlich war
es nur als einmalige Aktion gedacht. Je länger uns jedoch die afrikanische
Sonne auf den Scheitel schien, desto mehr Ideen kamen dem Team, was man aus
dieser einmaligen Aktion alles machen könnte. Und das "hätte, könnte,
müsste" hat sich inzwischen mit WebAid zu einem ausgewachsenen
Charity-Projekt entwickelt...
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sagmal.de:
Auf Ihrer Webseite schreiben Sie, Logitech will in seinem karitativen Engagement hauptsächlich Wissen und
Ausbildung unterstützen. Wäre denn nicht gerade in einigen Gegenden Afrikas
Hilfe in Form von wirtschaftlichem oder landwirtschaftlichem KnowHow
wichtiger?
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Markus Lange:
Vieles ist wichtig. Je öfter wir in Kenia sind, desto mehr Dinge fallen uns
ein. Aber wir mussten uns auch begrenzen, um wirklich wirksam arbeiten zu
können. Das Team von Logitech Deutschland hat dann entschieden, welchen
Charakter WebAid haben soll. Ausbildung verstehen wir in erster Linie als
Hilfe zur Selbsthilfe, ohne europäische Lebensformen nach Kenia projizieren
zu wollen.
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sagmal.de:
Ist WebAid auf bestimmte Länder beschränkt?
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Markus Lange:
Überhaupt nicht.....
In Kenia hat das Projekt seinen Anfang genommen - aber da ist kein Ende
abzusehen. Weder zeitlich noch geographisch.
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sagmal.de:
Welche Projekte fördern Sie zur Zeit? Welche neuen Projekte stehen an?
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Markus Lange:
Zur Zeit fördern wir ein Ausbildungscamp für junge Wildhüter in Tansania
und den Bau einer Logitech boarding school in
Kenia. In Planung ist ein Grund/Realschul Projekt in Deutschland. Dies soll
dann zu einem Kommunikationsring führen zwischen deutschen Schulen und den
von uns geförderten Schulen in Kenia. Dabei schwebt uns eine Kombination
aus der Förderung von PC-Kommunikationsmöglichkeiten und dem Aufbau von
weltweiten Partnerschaften vor.
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sagmal.de:
Glauben Sie, dass Länder in Afrika oder Südamerika jemals den Rückstand aufholen können, den sie im Moment gegenüber anderen ändern haben
(Kommunikation, Internet, Ökonomie, etc)?
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Markus Lange:
Wenn man Unterschiede an diesen Hard-facts festmacht... sicherlich nicht mehr zu meinen Lebzeiten.
Aber mit einer solchen Art der Beurteilung laufen wir ja eben genau wieder
Gefahr, unsere europäischen Maßstäbe anzulegen.
In anderen Dingen sind diese Länder bzw. deren Menschen uns weit
voraus..... Sozialgefüge, Familienverbund, Hilfsbereitschaft zum Beispiel. Es ist meines Erachtens geradezu unmöglich, unser Wertesystem an eine Gesellschaft anzulegen, die sich historisch komplett anders entwickelt hat und vollkommen anders strukturiert ist.
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sagmal.de:
Wie können einzelne Personen bei WebAid helfen?
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Markus Lange:
Auch bei WebAid gilt wie bei allen Charity-Projekten: Jeder kann dabei
sein. Alle unsere Projekte werden in Zusammenarbeit mit Partnern
aufgesetzt, die nicht nur mit heißem Herzen dabei sind, sondern den auch
den kühlen Kopf und die nötige Erfahrung mitbringen, um das Geld auch in
den entsprechenden Erfolg umzusetzen. Deshalb sind uns von A-Z
Privatpersonen und Unternehmen willkommen.
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sagmal.de:
Was können Firmen oder Internet-Projekte dafür tun?
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Markus Lange:
Sicher legen wir den Hauptaspekt der Projektpartnerschaft auf die
Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der IT-Branche. Teilweise sind heute schon unsere Kunden mit im Boot. Um für WebAid mit uns gemeinsam an einen Tisch zu kommen, bedarf es nur eines Anrufes bei Tatjana Nuding, der Projektmanagerin unter 089/89467-231.
Mail an Frau Nuding: tatjana_nuding@eu.logitech.com
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sagmal.de:
Was müsste Ihrer Meinung nach noch besser werden?
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Markus Lange:
Eigentlich denken wir über die Gründung einer WebAid-Stiftung nach - um
Ressourcen zu bündeln und noch mehr Power freizusetzen.
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sagmal.de:
Haben Sie bei meinen Fragen eine Frage vermisst?
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Markus Lange:
Ja.... die Frage von Ihnen: Wie kann meine Firma mithelfen.. ??
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sagmal.de:
Noch einen Schlusssatz?
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Markus Lange:
Ich bin sehr froh, was mein Team inzwischen mit WebAid erreicht hat. Wer, wie ich, erlebt hat, was mit bedingungslosem
Herzblut, Einsatz und Liebe zu Menschen in so kurzer Zeit erreicht werden
kann, muss einfach stolz sein. Auf das, was die Logianer da bisher auf die
Beine gestellt haben. Und das ist für uns immer noch die beste
Mitarbeitermotivation.
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Das Interview wurde am 2.2.2001 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de. Wir danken Markus Lange für die Beantwortung unserer Fragen.
Dank auch an Sabine Weilemann, die Markus Lange als Interviewpartner für das obige Interview vorschlug.
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