Hans-Günter Hinz, geb. 13.3.55.
1974 humanistisches Abitur,
1974-1979 Studium, Germanistik und Philosophie,
1980 Gründung der Behindertenzeitschrift Pro-Integration,
1980-1983 Chef vom Dienst und Chefred. Pro Integration,
ab 1983 freier Journalist in Print und Funk (Ärzte-Zeitung, Auto-Zeitung, Regie von ca. 10 Filmen beim WDR, diverse Tagespresse),
Regie und Produktion eines Werbefilms für Henninger,
Buchautor, langjähriger Referent von Presseseminaren beim Bundesverband junger Unternehmer,
10 Jahre Pressearbeit für Wirtschaftswoche und diverse andere Magazine,
Inhaber von "H&K Journalistenbüro, Schwerpunkt Hörfunk-PR,
Gründer und Chefred. von LiebeLiebeLiebe.de
*** Wenn man sich die Seitenabrufe anschaut, so rangiert das Thema Sex und Erotik erst an fünfter Stelle. Auf Platz 1 steht die Rubrik Love & Tools (Gedichte, Sprüche, Liebeshoroskop)
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sagmal.de:
Herr Hinz, wie kommt man auf die Idee, ein Angebot zu machen, das sich nur
mit dem Thema Liebe beschäftigt?
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Hans Günther Hinz:
Es gibt eigentlich nur drei wichtige Themen, die Menschen brennend
interessieren. Das ist das Thema "Job/Geld", das Thema "Fitness/Gesundheit"
und das Thema "Liebe".
Als ich dann durchs Internet gesurft bin, habe ich festgestellt, dass sich
die Seiten zum Thema "Liebe" zumeist nur mit Schmuddelsex beschäftigen oder
einschlägige Produkte anbieten.
Und so kam ich auf die Idee, einen redaktionellen Ratgeber zum Thema Liebe
zu machen, der eine echte Lebenshilfe und darüber hinaus natürlich
auch.
viel
Spass bietet - vom täglichen Liebeshoroskop über Liebesgedichte bis hin
zum erotischen Menue.
Punkt 2: Jedem, dem ich von der Idee erzählte, zeigte sich begeistert. Ich
sah, dass es hier einen echten Bedarf gibt.
Last not least: Ich bin seit 15 Jahren journalistisch tätig und habe auch
Erfahrungen als "Blattmacher". Da passten die Idee für LiebeLiebeLiebe und
das Know-How, das man zur Realisierung braucht, gut zusammen.
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sagmal.de:
Wieviele Besucher suchen denn im Schnitt Liebe auf Ihren Seiten? |
Hans Günther Hinz:
Hier die aktuellen Zahlen vom August 2000:
1.288.483 Seitenabrufe (41.563 pro Tag)
113.764 Besuche (3.669 pro Tag)
39.034 unterschiedliche Besucher
47.582 Homepage
8,3 GB Datentransfer
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sagmal.de:
Und was erwartet den Besucher auf liebeliebeliebe.de? |
Hans Günther Hinz:
Zum einen ist LiebeLiebeLiebe.de ein seriöses, journalistisch gemachtes
Magazin zu allen Fragen der Partnerschaft. Wir orientieren uns dabei an den
drei Phasen der Partnerschaft: Sich kennenlernen/verlieben, gemeinsam
miteinander leben/heiraten, sich trennen/scheiden. Hinzu kommt jede Menge
Spass, also zum Beispiel Gedichte, Witze, Anmachsprüche, das tägliche
Liebeshoroskop, Chat usw. und eine gehörige Portion Nutzwert:
Kontaktanzeigenbörse, Postkartenservice, Geschenkeshops und vieles mehr.
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sagmal.de:
Was macht Sie und Ihre Mitarbeiter eigentlich zu Fachleuten in Sachen Liebe? |
Hans Günther Hinz:
Zum einen sind wir journalistische Profis und das heisst: Wir können auch
komplexe Sachverhalte in informativ-unterhaltende Texte umsetzen. Zum
anderen ist da die eigene Lebenserfahrung, also bei mir zum Beispiel: 45
Jahre, 2 Ehen, vier Kinder.
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sagmal.de:
Testen Sie selbst auch all die Tipps die Sie geben?
Zum Beispiel bei Flirten und verlieben?
Oder Erotik & Co? |
Hans Günther Hinz:
Alle mit Sicherheit nicht. Aber viele Tipps sind nicht allein theoretischer
Natur, sondern entstammen der Lebenserfahrung der Redakteure oder beruhen
auf Gesprächen mit Fachleuten wie Psychologen, Buchautoren, Medizinern.
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sagmal.de:
Sind Sie gerade verliebt? |
Hans Günther Hinz:
ja, seit neun Jahren immer wieder neu - und immer wieder in die gleiche Frau
... Die heisst übrigens Anja Reitz, ist Redakteurin bei LLL und hat eine
wunderschöne Kolumne zu diesem Thema geschrieben (Rubrik Alltagskram &
Beziehungskiste, rechter Frame, klicken Sie auf: Alles Gute Kommt wieder!).
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sagmal.de:
Thema Sex und Erotik. Wie wichtig ist das Thema Sex bei liebeliebeliebe.de? |
Hans Günther Hinz:
Wenn man sich die Seitenabrufe anschaut, so rangiert das Thema Sex und
Erotik erst an fünfter Stelle. Auf Platz 1 steht die Rubrik Love & Tools
(Gedichte, Sprüche, Liebeshoroskop), dann kommt das Forum, gefolgt von den
Kontaktanzeigen und den Flirttips.
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sagmal.de:
Das Wort Liebe hat im Internet immer einen seltsamen Beigeschmack. Kommen
viele Besucher nicht mit falschen Vorstellungen auf Ihre Seiten?
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Hans Günther Hinz:
Das müsste man die Besucher fragen :-) Nein, im Ernst: Die meisten Besucher
kommen zu uns, weil sie entweder einen Tipp im Netz erhalten oder irgendwo
in der Presse über uns gelesen haben. Und da heisst es meistens: Endlich
einmal eine seriös gemachte Seite zum Thema - ohne den üblichen
Schmuddelkram.
Andererseits stellen wir auch fest, dass die Sex-Werbebanner
unserer Anzeigenkunden sehr stark frequentiert werden. Kommt ein
Autoversicherungs-Banner auf eine Klickrate von 1 Prozent, so sind es bei
einem Sex-Banner locker 17 Prozent.
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sagmal.de:
Gibt es Grenzen, die Sie beim Thema Sex oder Erotik nicht überschreiten
würden? |
Hans Günther Hinz:
Bei den Anzeigen können wir auf Sex-Banner nicht verzichten - die
Finanzierung von einem Internetstartup wie unserem ist ohnehin kritisch
genug. Und die Gestaltung dieser Banner liegt natürlich im Belieben und in
der Verantwortung der Anzeigenkunden. Für den redaktionellen Part gilt
jedoch: Es wird auf LiebeLiebeLiebe.de keinen Schmuddelsex geben - weder in
optischer noch in sprachlicher Form. Das heisst nun nicht, dass wir den
Bereich Sex ausklammern wollen oder uns gegenüber guten erotischen Storys
prüde zeigen.
Aber der Ton macht die Musik. Und das heisst: Wir arbeiten diese Themen
redaktionell auf: gut recherchiert und stilvoll getextet. Nehmen Sie zum
Beispiel die Story: Wovon Eva träumt... Sex bei der Frau: Wie´s bei ihr
abläuft, was sie antörnt, was sie mag und was ihr gegen den Strich geht.
Dies ist eine amüsante und gut geschriebene Story, die Sie aber auch ohne
weiteres ihrer 14jährigen Tochter in die Hand drücken können. Denn sie ist weder peinlich noch sexistisch,noch ein Schlag unter die Gürtellinie.
Wer sachlich bleibt und stilsicher, kann auch über Themen wie die
Missionarsstellung schreiben, ohne ins Schmuddelige abzurutschen.
Schliesslich wird auch aus dem "stern" oder aus "Focus" kein Pornomagazin,
nur weil dort vielleicht über - sagen wir einmal - Telefonsex geschrieben
wird.
Was die erotischen Storys betrifft, so haben wir die Nachwuchsautorin
Alexandra Niggemann für LiebeLiebeLiebe.de entdeckt. Drei ihrer hübschen=
und erregenden Storys gibt es auf unseren Seiten bereits zu lesen, weitere
werden folgen. Machen Sie sich selbst einen Eindruck.
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sagmal.de:
Wie oft wird Ihr Angebot aktualisiert? |
Hans Günther Hinz:
Täglich
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sagmal.de:
Überwiegt Ihrer Meinung nach das positive oder das negative im Internet? |
Hans Günther Hinz:
Eindeutig das Positive.
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sagmal.de:
Was erwarten Sie an Änderungen im Internet? |
Hans Günther Hinz:
Wünschenswert wären zwei Dinge: Die Ent-Anonymisierung der Surfer und die Einführung von Cyber-Euros. Ent-Anonymisierung, damit Surfer für das, was
sie im Net tun, verantwortlich gemacht werden können. Zum Beispiel hat
irgendein Idiot meiner zwölfjährigen Tochter kürzlich im Chat eine
Morddrohung zukommen lassen. So etwas darf nicht geschehen, ohne dass man
denjenigen dingfest machen und zur Verantwortung ziehen kann. Zur Einführung
von Cyber-Dollars: Viele Seiten, auch unsere, kranken daran, dass Content im
net durchweg kostenlos angeboten wird und Banner-Werbung sowie E-Commere
etc. zur Finanzierung nicht ausreichen. Gut gemachte Internet-Seiten mit
hohem Content-Anteil werden sich daher auf die Dauer nur die grossen Firmen
leisten können. Das wäre schade, ist jedoch vermeidbar. Wenn z.B. jeder
Surfer nur dreissig Pfennig für seinen Besuch bei LiebeLiebeLiebe.de zahl=
en würde, wäre die Finanzierung umgehend gesichert. Mit Bezahlung per
Kreditkarte, Bankeinzug u.ä. funktioniert das jedoch nicht. Das
müsste so schnell und einfach möglich sein wie der Brötchenkauf beim Bäcker. |
sagmal.de:
Wo sind Sie selbst im Internet unterwegs? Nur auf artverwandten Seiten? |
Hans Günther Hinz:
Nein, ganz im Gegenteil. Ich nutze das Net sehr selektiv und eigentlich
immer nur für das, was mich gerade interessiert. Beispiel: Ich habe seit
sechs Wochen einen bildhübschen Golden-Retriever-Welpen und surfe seitdem
oft zu den Seiten von Hundeclubs, Züchtern und Tierhandlungen, besuche
entsprechende News-Groups und Foren.
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sagmal.de:
Haben Sie bei unseren Fragen eine Frage vermisst? |
Hans Günther Hinz:
Ja, die nach dem Namen. Warum heisst die Seite LiebeLiebeLiebe.de? Hier meine
Antwort:
Der pragmatische Grund: Liebe.de gab´s schon. Das ist ein kostenloses
Kontaktanzeigenangebot, dem ich viel Erfolg wünsche.
Der inhaltliche Grund:
Liebe findet zumeist in drei Phasen statt:
Phase 1: Man flirtet, lernt sich kennen, man verliebt sich.
Phase 2: Man zieht zusammen, heiratet vielleicht, lebt zusammen.
Phase 3: Man streitet sich, trennt sich, und/oder lässt sich scheiden.
Unser Name "LiebeLiebeLiebe.de" reflektiert diese drei Phasen menschlicher
Liebe - und das redaktionelle Angebot unserer Seiten folgt dem Punkt für
Punkt.
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sagmal.de:
Noch einen Schlusssatz?
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Hans Günther Hinz:
Mit LiebeLiebeLiebe.de hoffe ich dazu beizutragen, das Leben & Liebesleben
hierzulande etwas unkomplizierter, unverkrampfter und erfolgreicher zu
gestalten. In unserer Zeit mit ihrer ständigen Acceleration und der
permanenten Veränderung aller Lebensvariablen ist LiebeLiebeLiebe und ein
Stück Herz mehr als angesagt. Finden Sie nicht?
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Das Interview wurde am 26. 10. 2000 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de. Wir danken Hans Günther Hinz für die Beantwortung unserer Fragen. |
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