Ulrich Stefan Knoll,
1971 in Gerolzhofen/Deutschland geboren.
Nach dem Studium der Landschaftsarchitektur arbeitete er in einem französischen Nationalpark.
Es folgten weitere Auslandsaufenthalte in Südafrika und Namibia.
Zur Zeit arbeitet er als Freier Journalist, Webdesigner und Herausgeber dieses Magazins im süddeutschen Raum.
Seit März 2003 ist Urich Stefan Pressereferent beim Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Geschäftsstelle Bayern.
Ulrich Stefan ist Gründer und Betreiber von www.auslandsreporter.de
Sagmal.de:
Uli, was ist das aussergewöhnliche an Auslandsreporter.de?
Seiten von und für Journalisten gibts doch wie Sand am Meer, oder?
Ulrich Stefan Knoll:
Artikel, die bei auslandsreporter.de erscheinen werden dahingehend überprüft, ob sie für die Leser interessant sind und stilistisch sowie ortografisch journalistischen Ansprüchen genügen. Dabei steht neben dem Informationsgehalt auch der Lesespaß im Vordergrund – denn nicht alle, die an Auslandsthemen interessiert sind, wollen oder können verreisen.Man findet im WWW nur wenig Seiten, die über tagesaktuelle Meldungen hinaus Informationen zu Auslandsthemen bieten. Oft handelt es sich dabei um Linklisten, die zwar ein großes Angebot haben, bei denen die Einzelbeiträge allerdings von unterschiedlichster Qualität sind.
Sagmal.de:
Was gab den Anstoss zu dem Projekt und warum macht ein Landschaftsarchitekt
eine solche Seite?
Ulrich Stefan Knoll:
Ausgangspunkt war die Qualifizierung zum Journalisten mit dem Schwerpunkt Online, die ich vergangenes Jahr in München absolviert habe.
Ich reise für mein Leben gern und habe mich bereits mehrfach auch für längere Zeit im Ausland aufgehalten. Manchmal konnte ich dabei „hinter die Kulissen“ schauen und erleben, was in dem jeweiligen Land vor sich geht und wovon man hierzulande in den Medien wenig erfährt. Außerdem habe ich als Neuling im Journalistengeschäft schnell am eigenen Leib erfahren, wie schwer es ist, Artikel zu veröffentlichen und sich Referenzen zu erarbeiten.
auslandsreporter.de ist meine persönlicher Ansatz, diese beiden „Missstände“ etwas zu lindern: Berichte bieten, die sich anderswo kaum finden lassen und dem Nachwuchs eine Plattform bieten.
Die Landschaftsplanung betreibe ich mittlerweile noch insofern, als ich für einen bayerischen Verband von Landschaftsarchitekten als Pressereferent tätig bin. Der kleinste gemeinsame Nenner zwischen Landschaftsplanung und Journalismus: Außergewöhnliche Landschaften haben mich schon immer beschäftigt, in meinen Beiträgen auf auslandsreporter.de spielt die Landschaft oft eine tragende Rolle.
Sagmal.de:
Und warum gerade das Ausland?
Ulrich Stefan Knoll:
Weil wir auf einem ziemlich kleinen Planeten leben, von dem wir so wenig wissen. Das ist mein Tellerrand, über den ich gerne schaue...
Sagmal.de:
Schwerpunkt ist aber nicht das aktuelle Zeitgeschehen, sondern der
Hintergrundjournalismus, oder soll und wird es da Ausnahmen geben??
Ulrich Stefan Knoll:
Wenn ich von Autoren aktuelle Themen geliefert bekomme, werde ich sie bestimmt nicht ablehnen, sofern sie ins Format passen.
Dass wir uns mit Themen abseits des Tagesgeschäfts befassen, hat mehrere Gründe: Tagesjournalismus zu Auslandsthemen findet man im Internet zur Genüge, besser können wir es auch nicht. Zudem ist auslandsreporter.de ein nicht-kommerzielles Projekt, wir können uns also keine Korrespondenten in aller Welt leisten, keine namhaften Auslandsjournalisten anheuern oder Nachrichtenagenturen abonnieren. Möchten wir auch gar nicht.
Unsere Intention ist es, Bilder aus dem Alltag zu spiegeln, Eindrücke wiederzugeben, die neugierig machen – das entscheidet bei uns auch der Autor.
Sagmal.de:
Wer wird denn wie Autor auf Auslandsreporter.de?
Ulrich Stefan Knoll:
Es genügt, mir einen Artikel oder eine Anfrage an autoren@auslandsreporter.de zukommen zu lassen. Ich lege natürlich Wert auf einen guten Schreibstil, das können aber nicht nur Journalisten. Natürlich ist es erfreulich, wenn jemand Vorerfahrungen mitbringt. Letztlich entscheidet aber die Ausdruckskraft und der persönliche Stil darüber, ob ein Beitrag veröffentlicht wird. Über die Besonderheiten des online-gerechten Schreibens kläre ich im Zweifelsfall auf, das gehört zu meiner Arbeit. Nicht jeder, der sich bei uns meldet, weiß beispielsweise, was ein Teaser ist. Das ist allerdings kein Hinderungsgrund.
Sagmal.de:
Wie sind deine Pläne und Wünsche für die Zukunft von Auslandsreporter.de?
Ulrich Stefan Knoll:
Im Moment bin ich gerade dabei journalistische Ausbildungsstätten zu kontaktieren, damit die Seite unter jungen Journalisten bekannter wird. Die Berichte, die bei uns laufen, setzen meistens voraus, dass man sich in dem entsprechenden Land aufhält oder aufgehalten hat. Da die meisten unserer bisherigen Autoren in Deutschland leben, können sie seltenstenfalls regelmäßig neue Artikel anbieten. Es ist daher ein wichtiges Ziel möglichst viele Nachwuchsleute zu erreichen, um immer wieder neue Inhalte bringen zu können.
Ich würde mir wünschen jemanden zu finden, der Interesse hat, an der Seite redaktionell oder technisch mitzuarbeiten. Steigende Besucherzahlen natürlich auch... und mehr Feedback. ;-)
Sagmal.de:
Du hast das letzte Wort.
Ulrich Stefan Knoll:
Ich wünsche Euch viel Spaß beim schmökern und allen potentiellen AutorInnen den Mut, Artikel einzusenden.
Sagmal.de:
Gibt es weitere Seiten von dir?
Ulrich Stefan Knoll:
Eigene bislang nicht. Da ich unter anderem auch als freier Webmaster arbeite, gibt es natürlich schon ein paar Seiten „von mir“ (allerdings möchte ich an dieser Stelle keine Schleichwerbung betreiben ;-).
|