Interview mit Karl Matthäus Schmidt vom 15.2.2001
Karl Matthäus Schmidt Consors AG Karl Matthäus Schmidt
geb. 12.01.1969 in München, Vorstand ConSors Discount-Broker AG, Studium in Nürnberg, vier Jahre lang im Vorstand der Börsenfreunde der WiSo Studenten, davon 2 Jahre lang 1. Vorstand. Praktika im In- und Ausland, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bank- und Börsenwesen. In nur sechs Jahren machte er aus seinem Konzept den Discount-Broker Nr. 1 in Europa. Nach der Umwandlung von ConSors in eine AG (11/98) wurde er im Januar 1999 Vorstand des Unternehmens; zusätzlich verantwortlich für Pressearbeit, Personal und Recht. Consors hat derzeit mehr als 1000 Mitarbeiter und verwaltet rund 450.000 Kundendepots. Consors ist durch die Expansion nach Frankreich, der Schweiz, Italien und Spanien europäischer Marktführer (gemessen an Transaktionen).

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Unser Ziel ist klar: Wir wollen größter Discount-Broker in Europa werden, nach Trades sind wir es schon, und die Bürotürme in Frankfurt zum Wanken bringen.

sagmal.de:
Herr Schmidt, nichts ist im Moment so unsicher wie die Börsenkurse. Kann man da als Deutschlands größter Diskountbroker nachts ruhig schlafen?

Consors Logo Karl Matthäus Schmidt:
Ich schlafe wie ein Murmeltier. Der Börsen-Euphorie vom vergangenen Jahr folgte in den letzten Monaten eine Ernüchterung aber damit auch realistischere Einschätzung der Finanzmärkte durch die Anleger. Diese Selbstreinigung und Konsolidierung des Marktes betrachte ich durchaus als positiv Die Unternehmen mit hohem Marktpotenzial und guten Business-Zahlen werden weiter bestehen und sich durchsetzen.

sagmal.de:
Sie haben mit Consors in der Branche Furore gemacht. Was ist mit der Konkurenz? Sind die alteingesessenen Banken noch zu starr in ihren Konzepten?

Karl Matthäus Schmidt:
Die schnellen und flexiblen Vertriebskanäle Internet, WAP-Handy und Palm spielen für uns eine ganz zentrale Rolle. Wer hier innovativ ist wird in der Zukunft die Nase vorn haben, denn die Bedeutung dieser Medien wird immer größer. Dies haben jetzt auch die klassischen Filialbanken erkannt und bauen Onlineangebote einerseits mit Tochterunternehmen auf oder bieten zusätzlich eigene Online-Angebote an.

sagmal.de:
Wo finden Sie Ihre Zielgruppe? Die Hausfrau von nebenan, die zwischen Kinderbetreuung und einkaufen mal schnell ein paar Aktien ordert?

Karl Matthäus Schmidt:
In der ersten Welle haben wir hauptsächlich potenzielle Kunden angesprochen, die technikaffin sind, Finanzerfahrung haben und ihre Anlagestrategie selbst in die Hand nehmen wollen. Bei der zweiten Welle möchten wir auch Personen ansprechen, deren Anforderungen an ihre Finanzplanung auf einer anderen Basis stehen. Sie erwarten eine intensivere Betreuung und erwarten Beratung in Verbindung mit preiswerten Konditionen. Deshalb weiten wir unsere Informationsangebote immer stärker aus um den Anlegern möglichst viel Arbeit abzunehmen. Unseren Kunden bieten wir auch klassische Finanzprodukte wie Investmentfonds, Fonds-Sparpläne oder auch Versicherungen über die Plattform einsurance. Ferner werden wir eine breitangelegte Produktoffensive starten und unser Dienstleistungs-portfolio ergänzen. Unsere außerbörsliche Handelsplattform Tradegate sowie Alerts und Mobile sind erst der Anfang.

sagmal.de:
Wird es den neuen "Brokern" nicht etwas zu leicht gemacht, den Sparstrumpf zu riskieren?

Karl Matthäus Schmidt:
Jeder Anleger muss selbst entscheiden, welche Anlageform er bevorzugt. Mit unseren umfangreichen Informationsangeboten möchten wir die Anleger bei ihren Entscheidungen unterstützen. Anleger können auf unserer Website auch ein Risiko-Profil für ihre Anlagementalität ermitteln lassen. So können Anleger über den "Fonds-Finder" Investmentfonds recherchieren, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen.

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sagmal.de:
Der Spiegel nannte Ihr Brokerboard "eine Art Börsentratsch im Schutze anonymer Decknamen." Besteht nicht auch eine gewisse Gefahr darin, nicht zu wissen, wer wem welche Empfehlungen gibt?

Consors per Wap-Handy Karl Matthäus Schmidt:
Das Brokerboard ist in erster Linie ein Diskussionsforum rund um das Finanz- und Börsengeschehen. Dass sich die Teilnehmer untereinander austauschen, sich gegenseitig Tipps und Tricks der Geldanlage geben liegt in der Natur der Dinge. Die Informationen aus dem Brokerboard sollten dabei jedoch nicht als einzige Quelle für eine Anlageentscheidung verstanden werden. Die Beiträge im Brokerboard werden auf jeden Fall von einem Webmaster beobachtet und in Fällen von Verstößen gegen unsere Nutzungsbestimmungen auch entfernt. Selbstverständlich werden Beiträge, die durch falsche Aussagen das Ziel haben, Börsenpreise zu manipulieren, von uns nicht geduldet. Ferner akzeptieren wir keine Beiträge die rassistisch, parteipolitisch, beleidigend, verleumderisch oder geschäftsschädigend sind.

sagmal.de:
Wie sieht aus Ihrer Sicht das Internet der Zukunft aus?

Karl Matthäus Schmidt:
In puncto Internetnutzung stehen wir in Deutschland noch ganz am Anfang. Viele Wege, die die meisten noch persönlich erledigen, werden in Zukunft völlig selbstverständlich über das Internet oder andere Mobile Devices wie Handy oder Palm abgewickelt. Sei es der Online-Einkauf, die Bestellung der Kino- und Theaterkarten oder auch der Behördengang

sagmal.de:
Und die Zukunft von Consors?

Karl Matthäus Schmidt:
Unser Ziel ist klar: Wir wollen größter Discount-Broker in Europa werden, nach Trades sind wir es schon, und die Bürotürme in Frankfurt zum Wanken bringen.

sagmal.de:
Wo sind Sie selbst unterwegs, wenn Sie surfen?

Karl Matthäus Schmidt:
Wenn ich online bin, schaue ich auf jeden Fall bei
- www.spiegel.de
- www.1.FC.Nuernberg.com
- www.consors.de
- www.zigarrenwelt.de
- www.wissen.de
- www.google.de

vorbei.

sagmal.de:
Haben Sie bei meinen Fragen eine Frage vermisst?

Dax Werte  
Karl Matthäus Schmidt:
Lassen wir doch noch
Fragen für das nächste
Interview übrig.

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Das Interview wurde am 15.02.2001 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de.
Wir danken Karl Matthäus Schmidt für die Beantwortung unserer Fragen.


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