Interview mit Christian Brinkmann vom 2.7.2000
Christian Brinkmann, NoFronts.de ForumRomanum.de Christian Brinkmann,
Baujahr 1974, Gründung von NoFronts.de 1996 Betriebswirt 1997 (VWA) ForumRomanum 1999 in Zusammenarbeit mit ck interactive. Christian ist noch Single und lebt in Ahaus. Eine Freundin müsste akzeptieren, dass das Internet und seine Arbeit einen großen Teil seines Lebens einnehmen.

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Die Förderung des Nachwuchses hinsichtlich Internet sollte daher nicht erst mit einer Ausbildung oder einem Studium nach der Schule beginnen.

sagmal.de:
Christian, wenn man deine verschiedenen Aktivitäten so betrachtet, kann man sagen, du bist der Promotionfachmann des Internet?

NOFRONTS Logo Christian Brinkmann:
Einige Projekte habe ich sicherlich sehr bekannt gemacht und Kunden bei den ersten Marketing-Schritten unterstützt, so dass sich diese am hart umkämpften Internet-Markt durchsetzen konnten. Aber der einzige Promotionfachmann im Internet bin ich selbstverständlich nicht.

Erst 1992 wurde das World Wide Web dem Internet als weiterer Dienst hinzugefügt - kurze Zeit später sammelte ich im Web meine ersten Erfahrungen. Auf diese Weise konnte ich die Entwicklung des WWW hautnah miterleben und mein Wissen durch diese Erfahrungen aufbauen. Ferner versuche ich, mich immer wieder in den Nutzer hineinzuversetzen und seine Denkweise anzunehmen. Schließlich ist der Besucher einer Site ausschlaggebend für Sein oder Nichtsein im Web. Natürlich bin ich auch offen für Versuche und teste gerne neue Ideen, um die Ansichten der Internet-Nutzer zu erforschen. Nur so kann ein Web-Angebot auf die Zielgruppe ausgerichtet werden.


sagmal.de:
Deine Seite nofronts.de befasst sich speziell mit Webpromotion. Was muß man sich darunter vorstellen? Verteilen von Handzetteln auf Parkplätzen?

Christian Brinkmann:
NO FRONTS hat sich auf die Promotion von Web-Seiten spezialisiert - denn Klappern gehört auch im Internet zum Handwerk. Ist eine neue Homepage erreichbar, heißt das noch lange nicht, dass diese sofort populär ist. Daher müssen die Internet-Nutzer neue Auftritte und Aktionen erst einmal wahrnehmen - oft geschieht das über Zeitschriften, Magazine und Zeitungen. Im gesamten deutschsprachigen Raum - Deutschland, Österreich und der Schweiz - baute ich "damals" Kontakte zu den Medien auf, die schon oft dazu verholfen haben, durch Publikationen im redaktionellen Teil Web-Präsenzen bekannt zu machen.

Mit Einfallsreichtum und einem speziellen Marketing-Gespür werden die Pressemitteilungen individuell auf die Web-Seiten so zugeschnitten, dass der Nutzen für die Leser im Vordergrund steht und die Redakteure authentische Informationen in dem gewünschten Stil erhalten. Der Stil unserer Pressemitteilungen kommt bei den Redaktionen sehr gut an, die schon Passagen oder auch den gesamten Inhalt wortwörtlich abgedruckt haben.

Beide Promotion-Pakete bietet NO FRONTS auch in einer Frequenz an, die mit dem Kunden individuell abgestimmt wird. In diesem Fall werden die Redaktionen regelmäßig in einem bestimmten Rhythmus mit für den Leser interessanten Neuigkeiten versorgt. Wir überlegen uns dann zusammen attraktive Aktionen, technische Erweiterungen etc.

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sagmal.de:
Was rätst du Seitenbetreibern, wie sie ihre Homepage bekannt machen sollen? Werbebanner ohne Ende? In jedes Gästebuch eintragen, das zu finden ist?

Christian Brinkmann:
Mit der Beantwortung dieser Frage könnte ich ein ganzes Buch füllen, so dass hier nur ein kleiner Abriss möglich ist. Aber gerne gebe ich einige nützliche und hilfreiche Tipps, um den Lesern einen Einblick in diese umfangreiche Materie zu geben.

Wichtig ist, dass zuerst einmal die Seiten als auch Ergonomie die Besucher ansprechen - die ersten 10 Sekunden entscheiden, ob jemand auf der Homepage bleibt oder weitersurft. Eine Definition der Zielgruppe ist daher zur Erstellung eines Konzeptes unentbehrlich!

Primär möchte der Nutzer, dass Seiten schnell geladen und die von ihm gewünschten Informationen sofort angezeigt werden. Ist das Interesse geweckt, kristallisiert sich ein zentrales und einfach zu bedienendes Navigationselement als unerlässlich heraus. Schließlich möchte jeder sofort seine Wunschinformationen oder den favorisierten Bereich vorfinden. Gerade in der letzten Zeit ist die Zahl der unerfahrenen Internet-Nutzer sprunghaft angestiegen, die demzufolge an die Hand genommen werden müssen. Wichtig ist für ein erfolgreiches Homepage-Design eine klare, einfache und auf den Inhalt zugeschnittene Navigation.

Auch im Hintergrund muss eine Web-Seite optimiert werden, damit Suchmaschinen diese optimal erfassen können und ihre Site dort gefunden wird - Basis ist hier die HTML-Struktur. Jede Suchmaschine hat andere Kriterien beim Ranking der ausgegebenen Ergebnisse. Einige achten beispielsweise insbesondere auf den Titel einer Seite, andere auf den Inhalt und wiederum andere auf den sogenannten Metatag - erweitert durch ein kompliziertes Zusammenspiel zahlreicher Feinheiten. Sind die Seiten dementsprechend für eine Anmeldung bei den Suchmaschinen vorbereitet, reicht es aus, diese bei den wichtigsten Suchmaschinen anzumelden. Die Fachpresse hat zum Anmelden von Seiten schon oft den Registerblitz Registerblitz...kostenlos anmelden empfohlen. Die Nutzung ist kostenlos und auch das Abspeichern der Eintragsdaten möglich.

Damit Internet-Nutzer neue Auftritte und Aktionen erst einmal wahrnehmen - meist über Zeitschriften, Magazine und Zeitungen - muss die Promotion auch bei den Medien erfolgen. Wenn Du einen Bericht in einer Zeitschrift mit Interesse liest, bist Du sensibel für die Thematik und besuchst anschließend oftmals die von der Redaktion empfohlenen Homepages. Eine Publikation ist positiv für das Image und Du erreichst auf diese Weise viele wissbegierige Leser, die sich auch mit Bekannten über die Homepages unterhalten. Attraktiv können auch gut gestaltete und witzige Werbebanner sein, welche die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich ziehen. Definiere aber im Vorfeld, wen Du erreichen möchtest. Ein bekanntes Unternehmen, das mit seinem Angebot die Masse ansprechen möchte, ist an der Bekanntmachung des Namens interessiert und kann seine Werbung überall streuen. Hast Du nur eine bestimmte Zielgruppe, so wende Dich für eine Kampagne am besten an eine Vermarktungsagentur, die für Deine Werbung auf ein zielgruppengerechtes Netzwerk zurückgreifen kann. Das gleiche gilt natürlich auch für Anzeigen in den Printmedien.

Langsam erkennt der europäische Markt auch, dass redaktionelle Beiträge den Bekanntheitsgrad fördern. Unterstütze den Informationswunsch Deiner Besucher mit hilfreichen und immer neuen Fachinformationen. Das ist zwar mit einem zeitlichen Mehraufwand verbunden, aber die Leser empfehlen die Quelle - also Deine Seiten - weiter und kehren immer wieder gerne zurück. Neben all diesen Aktionen ist es sehr wertvoll, wenn Deine Seiten anschließend von Nutzer zu Nutzer weiterempfohlen werden. Hierzu bedarf es intensiver Kundenbindung durch den Dialog mit Besuchern. Ein gut funktionierender Service ist da natürlich Voraussetzung. Gerne möchte ich in diesem Zusammenhang Christian Bellingrath, einen amerikanischen Marketingspezialisten, zitieren, der Online-Marketing mit dem herkömmlichen Marketing verglich:

"Herkömmliche Werbung gleicht einem Schlauch, mit dem man möglichst viele Passanten nass spritzen will. Man muss in der Reichweite des Kunden sein und große Schläuche spritzen mehr Passanten nass als kleine. Die Trefferquote ist nicht sehr hoch und freiwillig lässt sich niemand nass spritzen. Online-Marketing ist wie die Bereitstellung eines Pools. Der Passant entscheidet, ob er hineinspringt oder nicht, wann er dies tut, wie lange er drin bleibt und wann er wiederkommt. Gutes Online-Marketing schafft attraktive Pools."

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sagmal.de:
ForumRomanum hatte im Mai 2000 3,5 Millionen Seitenaufrufe. Ist das noch zu toppen? Und wenn ja, womit?

Christian Brinkmann:
ForumRomanum ist erst Mitte September 1999 gestartet und birgt ein gewaltiges Wachstumspotential. Kostenlos erhält jeder bei uns das eigene Forum für die Homepage. Damit erfüllt sich der Wunsch vieler Besitzer von Homepages, mit einem interessanten Dienst für Attraktivität der Seiten und Wiederkehr der Besucher zu sorgen. Das gilt sowohl für kommerzielle als auch private Sites! Mit den einfach zu bedienenden Tools sind ferner keine Programmierkenntnisse notwendig, um die Diskussionsforen individuell dem Design der eigenen Homepage und die vielen vorteilhaften technischen Features seinen persönlichen Wünschen anzupassen.

Mit ForumRomanum sprechen wir folglich eine sehr große Zielgruppe an und bieten unseren Nutzern ständig etwas Neues. Unser Ideen-Pool für geeignete Tools und abwechslungsreiche Aktionen ist sehr groß. Kürzlich haben wir beispielsweise den Dienst so erweitert, dass alle Nutzer ihr Forum schnell und komfortabel in jeder beliebigen Sprache einrichten können. Ob Englisch, Französisch, Italienisch, Türkisch oder Klingonisch - alle Sprachen sind möglich! Als nächstes werden wir ForumRomanum unter anderem ein weiteres von den Nutzern gewünschtes Foren-System hinzufügen und dieses alternativ zu den bereits bestehenden Systemen zur Auswahl anbieten. Entsprechende Marketing-Kampagnen sorgen dafür, potentielle "Neukunden" auf uns aufmerksam zu machen.

Die Basis für den Erfolg liegt auch an der nutzerorientierten Arbeit und Entwicklung von ForumRomanum. Ein weiterer Wachstumsbeschleuniger ist die Weiterempfehlung dieses Projektes durch Mundpropaganda. Außerdem geschieht es oft, dass jemand beim Surfen im Internet auf ein bei uns eingerichtetes Forum stößt und für seine eigene Site auch eins haben möchte.

Ein Ende des Wachstums bei ForumRomanum ist noch lange nicht in Sicht und wir werden das natürlich auch aktiv durch Marketing-Kampagnen unterstützen.


sagmal.de:
Die Foren auf ForumRomanum sind kostenlos. Wie rechnet sich sowas? Ihr müßt doch einen unheimlichen Kostenaufwand schon allein wegen des Traffics haben.

Christian Brinkmann:
Richtig, die Kosten für den Traffic sind nicht zu unterschätzen. Derzeit finanzieren wir ForumRomanum mit Eigenkapital und zusätzlich durch eine spezielle Cross-Promotion über unsere Partner-Seiten. Es wird aber der Tag kommen, an dem wir Werbung in den Foren schalten werden, da unsere Kosten nicht unerheblich sind (eigene Server, Hardware, Traffic, Technik, Programmierung, Marketing etc.). Aber die Foren werden mit allen Features und Leistungen immer kostenlos bleiben!

sagmal.de:
Sind neue Projekte von dir geplant?

ForumRomanum...kostenlose Foren Christian Brinkmann:
Es sind neue Projekte geplant, die ich natürlich noch nicht vorstellen werde. Aber auch bei dem nächsten Projekt gilt: Kostenlos für alle, aber mit einem großen Nutzen für jeden Internet-User verbunden.

sagmal.de:
Du bist seit fast zehn Jahren im Internet unterwegs, hautnah, wie du selbst sagst. Was hat sich geändert? Was muß sich ändern?

Christian Brinkmann:
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als große Unternehmen stolz auf ihre Homepage waren: Etwas übertrieben dargestellt bestanden diese oft nur aus einem einzigen Bild und der Anschrift. Auch die Übertragungsgeschwindigkeit hat sich in den Jahren verändert. War das zu jener Zeit ein tolles Gefühl, mit 14.400 oder später sogar mit 28.800 Baud-Modems durch das Netz zu surfen!

Im Laufe der Zeit entwickelten die Unternehmen ihre Web-Auftritte: Erst war es die reine Firmenvorstellung, später wurden die Erzeugnisse oder Dienstleistungen vorgestellt und dann gab es die interaktive Möglichkeit, Produkte direkt über das WWW zu bestellen. Das Internet - vorher ein reiner Informationspool und hilfreiches Instrument, über lange Strecken schnell Daten auszutauschen - wandelte sich.

Auch gab es Bücher mit dem Titel "Goldgrube Internet?" - heute ist das Netz ein bedeutender Absatz- und Werbemarkt mit virtuellen und am Markt beständigen Unternehmen, die mehr Kapital besitzen als namhafte Konzerne aus der realen Welt.

Ausgebaut werden sollten meiner Meinung nach in Zukunft die Glasfasernetze, um allen Nutzern noch bessere Datenübertragungen und schnelleres Surfen zu ermöglichen. Wichtig ist auch, dass das Internet stärker Einzug in die Schulen hält und als eigenes Fach auf dem Stundenplan steht. Die Kids sind an diesem Medium interessiert und begeistern sich für die Technik. Wenn den Schülern schon in jungen Jahren der Umgang des Netzes und programmiertechnische Grundlagen erläutert werden, würden die Sprösslinge am heimischen Computer wahrscheinlich das Gelernte weiterentwickeln. Der ein oder die andere stießen dann im Laufe der Zeit mit Sicherheit auch auf revolutionäre Techniken. Die Förderung des Nachwuchses hinsichtlich Internet sollte daher nicht erst mit einer Ausbildung oder einem Studium nach der Schule beginnen.

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sagmal.de:
Hast du Vorbilder im Netz? Personen, die dich und deine Aktivitäten beeinflusst haben?

Christian Brinkmann:
Direkte Vorbilder nicht, da ich meine Projekte bzw. an denen ich beteiligt bin unter anderem mit meinem Marketing-Wissen aufbaue und natürlich auch aus dem Nutzer-Feedback weitere Schlüsse ziehe. Persönlich aktiv bin ich daher auch im Support: Sehen die Nutzer, dass ihre sinnvollen Vorschläge umgesetzt werden, sind sie glücklich - ein Pluspunkt für die Beliebtheit eines Dienstes im Web. Nach Beantwortung einer Frage, ist auch eine direkte Aktion notwendig: Die Ursache des Problems zu beseitigen. Jeder Homepage-Betreiber sollte sich daher in gewissen Sinne auch von seinen Nutzern positiv beeinflussen lassen.

Aber ich finde toll, wie die Macher von Yahoo ihren Dienst aufgebaut haben. Statt zu promovieren, hatten die zwei Gründer den Mut, sich auf ihr Internet-Projekt - damals eine einfache Linkliste - zu konzentrieren und diese weiterzuentwickeln. Was daraus geworden ist, weiß heute jeder.


sagmal.de:
Ist die Qualität der Seiten durch die besseren Darstellungsmethoden, sprich DHTML, Java, Flash, besser geworden?

Christian Brinkmann:
Die Darstellungsmethoden sind im Laufe der Zeit sicherlich besser geworden und machen das Web zu einem Erlebnis. Dynamische und mit dem Warenwirtschaftssystem gekoppelte Seiten im Netz eröffnen tolle Möglichkeiten, z. B. aktuelle Informationen beim Internet-Shopping. Mit Flash animierte Seiten können zwar toll aussehen, aber oft ist es auch nervig. Häufig präsentieren Betreiber auf ihren Homepages die größten und umfangreichsten Flash-Einleitungen und andere blinkende Effekte. Ich suche dann häufig vergeblich nach einem Knopf, um die manchmal ellenlange Darbietung zu umgehen. Manchmal kommt es dann auch vor, dass die Navigation mit Flash so erstellt wurde, dass die Menüpunkte nur aus nichtssagenden Grafiken bestehen und die Rubriken rotierend vorgestellt werden. Als Besucher möchte ich normalerweise sofort wissen, welcher Punkt welche Informationen beherbergt.

sagmal.de:
Was war für dich die größte Revolution im Netz?

Christian Brinkmann:
Viele denken, beim Internet handelt es sich um das World Wide Web. Dabei ist das WWW nur eine Säule dieses großen Netzes. Vergessen werden dürfen unter anderem nicht E-Mail, Usenet, FTP, Telnet oder auch Gopher (kennen sicherlich nur noch die wenigsten).

Aus dieser Sicht betrachtet, war für mich die größte Revolution das am Kernforschungszentrum CERN in Genf von Tim Berners Lee entwickelte und 1992 implementierte World Wide Web. Dieser "damals" neue Dienst bestach durch eine hohe Anwenderfreundlichkeit und insbesondere Hypermediafähigkeit und machte das Internet massentauglich. Ohne das WWW hätte das Internet sicherlich heute nicht diesen hohen Stellen- und für die Masse gewaltigen Nutzwert, der sich in Zukunft noch deutlich steigern wird.

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sagmal.de:
Was wird sich in der nächsten Zeit ändern. Welche Neuerungen werden sich durchsetzen?

Spinnen die wirklich bei ForumRomanum? Christian Brinkmann:
Ich glaube, dass der nächste Internet-Push voraussichtlich in zwei Jahren mit der Einführung von UMTS (Universal Mobile Telecommunications system) folgen wird. Damit werden Übertragungsgeschwindigkeiten von 384.000 Bps möglich sein - also sechsmal schneller als mit einer ISDN-Verbindung! Dieser mobile Netz-Zugang wird erst einmal den Handy-Markt ankurbeln und viele neue Nutzer ins Internet locken bzw. das Internet für alle zu einem selbstverständlichen Instrument werden lassen, wie es heute z. B. das Telefon ist. An jedem beliebigen Ort kann das Web über ein Handy zu atemberaubenden Geschwindigkeiten genutzt werden - von WAP wird dann keiner mehr sprechen. Diese Entwicklung wird sich sicherlich positiv auf das Online-Shopping und die vielen Angebote im Netz auswirken und das Internet zu einem noch wichtigeren Wirtschaftsfaktor machen. Während man z. B. auf einen Flug wartet, kann man seine E-Mail lesen und beantworten oder auch schon einmal per Web am Zielort einen Mietwagen bestellen. In der unbekannten Stadt wird über das Handy im Web der entsprechende Stadtplan aufgerufen, so dass jeder die fremde Stadt schnell "erobern" kann.

Diese Visionen lassen sich natürlich noch viel weiter ausführen - aber ich denke, dass sich UMTS durchsetzen und sehr aufbauend auf das Internet auswirken wird.


sagmal.de:
Hast du privat noch Zeit zu surfen und wenn ja, wo treibst du dich dann rum?

Christian Brinkmann:
Einen Großteil meiner Freizeit habe ich dem Internet geopfert. Falls jemand denkt, ob es dann noch Spaß macht: Ja! Ich kann mich mit dem Internet und meiner Arbeit voll identifizieren. Es ist abwechslungsreich und bietet viel Platz, meine Kreativität auszulassen.

Fast die gesamte Zeit surfe ich beruflich im Netz und nutze das Internet auch zur Beschaffung von allen möglichen Informationen. Es ist wirklich interessant zu beobachten, wie sich das Internet entwickelt, und abzuschätzen, wo die Trends von Morgen liegen - aber diese Eindrücke dienen beruflichen Zwecken.

Die mir verbleibende private Zeit verbringe ich mit meinen Freunden. Ich möchte durch das Internet nicht den Kontakt zu meinem Bekanntenkreis in der realen Welt verlieren.


sagmal.de:
Hast du eine Frage vermisst?

Christian Brinkmann:
Viele fragen mich, wie ich so viele Projekte und Aktivitäten unter einen Hut bekommen kann. Einerseits bedarf es da einer guten Organisation, aber andererseits muss man auch flexibel und offen auf neue Situationen reagieren und Entscheidungen fällen können.

sagmal.de:
Noch einen Schlußsatz?

Das sind nur Kugeln Christian Brinkmann:
Think positive! Jeder soll an seine Ideen fest glauben und diese verwirklichen - auch wenn andere darüber anfangs lächeln.

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Das Interview wurde am 2 Juli 2000 in Form eines E-Mail Interviews geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de.

Wir danken Christian Brinkmann für die Beantwortung unserer Fragen und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg.
Die bei diesem Interview verwendeten Bilder unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den angegebenen Homepages entnommen.

Auf diesem Wege bedanken möchte ich mich bei unserem gemeinsamen Freund Toasti, durch den dieses überaus interessante Interview erst zustande kam. Toasti ist Mitarbeiter einer Internet Agentur für digitale Kommunikation in Hamburg.


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